(Prag 1883-1924 Kierling, Klosterneuburg) : Österreichischer Schriftsteller
Themengebiete (2)
- Literatur › Westen › Österreich
- Namen-Index › Westen
Chronologische Einträge (46)
| Jahr | Text | Verknüpfte Daten |
|---|---|---|
| 1903 |
Franz Kafka besucht die Kunstausstellung von Emil Orlik in Prag, Tschechoslowakei und wird dabei auf die chinesische und japanische Landschaftsmalerei aufmerksam. Er beginnt zu malen und schreibt in…
Franz Kafka besucht die Kunstausstellung von Emil Orlik in Prag, Tschechoslowakei und wird dabei auf die chinesische und japanische Landschaftsmalerei aufmerksam. Er beginnt zu malen und schreibt in einem Brief, dass man für das zukünftige Leben „Orientalisch-Merkwürdiges“ erwarten dürfe.
|
|
| 1904-1910 |
Kafka, Franz. Beschreibung eines Kampfes : Novellen, Skizzen, Aphorismen aus dem Nachlass. (Gesammelte Werke). [1. Fassung entsteht 1904-1906, 2. Fassung 1909-1910].Klaus Wagenbach : Es besteht die…
Kafka, Franz. Beschreibung eines Kampfes : Novellen, Skizzen, Aphorismen aus dem Nachlass. (Gesammelte Werke). [1. Fassung entsteht 1904-1906, 2. Fassung 1909-1910].
Klaus Wagenbach : Es besteht die Möglichkeit, dass Kafka beim Schreiben dieser Erzählung unter dem Einfluss von Hans Heilmann steht, denn seine Landschaftsschilderung enthält ähnliche Motive. Lee Joo-dong : Sein Wunsch, „einen Tisch mit peinlich ordentlicher Handwerksmässigkeit zusammenzuhämmern, entspricht der Art des chinesischen Kochs namens Ting in der Parabel von Zhuangzi. In einem Aphorismus schreibt Kafka : Vor dem Betreten des Allerheiligsten musst du die Schuhe ausziehen, aber nicht nur die Schuhe, sondern alles, Reisekleider und Gepäck, und darunter die Nacktheit und alles, was unter der Nacktheit ist, und alles, was sich unter dieser verbirgt, und dann den Kern und den Kern des Kerns, dann das übrige und dann den Rest und dann noch den Schein des unvergänglichen Feuers. Erst das Feuer selbst wird vom Allerheiligsten aufgesogen und lässt sich von ihm aufsaugen, keines von beiden kann dem widerstehen. Dieser Aphorismus Kafkas scheint die vollkommene Umschreibung der Parabel Zhuangzis zu sein, in der der Weise Shihnan I-liao den Herrn von Lu den Weg in die vollkommene Leere, ins Tao, einzutreten lehrt. |
|
| 1907-1924 |
Tiergeschichten von Franz Kafka.Kafka, Franz. Tiergeschichten : Hochzeitsvorbereitungen auf dem Lande (1907), Blumfeld : ein älterer Junggeselle (1915), Die Verwandlung (1915), Der Jäger Gracchus…
Tiergeschichten von Franz Kafka.
Kafka, Franz. Tiergeschichten : Hochzeitsvorbereitungen auf dem Lande (1907), Blumfeld : ein älterer Junggeselle (1915), Die Verwandlung (1915), Der Jäger Gracchus (1916), Schakale und Araber (1917), Der neue Advokat (1917), Der Landarzt (1917), Ein altes Blatt (1917), Eine Kreuzung (1917), Eine kleine Fabel (1920), Forschungen eines Hundes (1922), Der Bau (1924), Josephine die Sängerin (1924). Quellen : Pu, Songling. Liao zhai zhi yi. = Wilhelm, Richard. Chinesische Volksmärchen [ID D1585] und Buber, Martin. Chinesische Geister- und Liebesgeschichten [ID D3083]. Zhou Jianming : Kafka’s works are pervaded by fairytale elements : animals, metamorphosis of humans into animals, the repeal of natural laws, the isolation of the hero. Kafka uses fairytale elements and motifs in order to destroy the tradition, to turn the world around, and to bring the reader to know a new reality. Pu Songling and Kafka habe an interest in the same thing with respect to their ainimal descriptions – to produce and characterize the heart of the human. However they do this on different levels : Kafka wishes to expose not only the inner process of the human, but also the ‘self’, the instinctive of the human ; the animal is not only an artistic means, but also an object of its portrayal. Pu Songling, on the other hand, aims to characterize the various types of humans, the individuals with typical characteristics, in which the animal functions more as a vehicule. Kafka does not view the human as a inseperable entity, but rather penetrates into the heart of the human, and shows its components. For Pu Songling, the human is a self-contained entity which cannot be seperated, reduced or dismantled into components. Both Pu Songling and Kafka know how to create, through their animal figures, an artistic world which is parallel to the human world, in order to portray clearly the respective time-specific problems of their societies. Their animals are free and unspoiled living beings in nature ; they act freely and basically. That creates a contrast to humans who in verious ways have lost their nature and therefore act affectedly. Pu Songling and Kafka’s yearning for free nature and their criticism of the respective society lie in their animal stories. |
|
| 1907-1909 |
Kafka, Franz. Hochzeitsvorbereitungen auf dem Lande. In : Kafka, Franz. Hochzeitsvorbereitungen auf dem Lande und andere Prosa aus dem Nachlass. (Gesammelte Werke). [Entstanden 1907-1909].Kafka…
Kafka, Franz. Hochzeitsvorbereitungen auf dem Lande. In : Kafka, Franz. Hochzeitsvorbereitungen auf dem Lande und andere Prosa aus dem Nachlass. (Gesammelte Werke). [Entstanden 1907-1909].
Kafka schreibt :„Die Untätigkeit ist eine Vollendung des Handelns“. Einer der Grundgedanken des Taoismus im Dao de jing : Tao ist ewiges Nicht-Tun, und doch bleibt nichts ungetan. |
|
| 1910-1920 |
Meng Weiyan : Berührungspunkte zu China von Franz Kafka : Die Doppelmonarchie und chinesische Qing-Dynastie, die beide im Zeichen des Verfalls und der Korruptheit stehen. Die Industrieentwicklung und…
Meng Weiyan : Berührungspunkte zu China von Franz Kafka : Die Doppelmonarchie und chinesische Qing-Dynastie, die beide im Zeichen des Verfalls und der Korruptheit stehen. Die Industrieentwicklung und der 1. Weltkrieg, die die Suche nach einem geistigen Zufluchtsort im idyllisch dargestellten China nahelegen. Das Judentum und die antisemitische Welle, die das tolerante China sympathisch machen. Die Blütezeit der Ostasien-Begeisterung in Deutschland. All dies trägt dazu bei, dass Kafka China-bezogene Bücher liest. Ansatzpunkte zum Vergleich dieser Bücher mit Kafka sind : Flucht aus der Gesellschaft, Flucht in die Natur, Vater-Sohn-Komplex, Ehe-Familie-Problem, Vorliebe für kleine Tiere, Motiv der Verwandlung.
Gustav Janouch lernt Frank Kafka 1920 kennen und schreibt 1968, dass Kafka die Kunst der alten chinesischen Bilder, japanische Holzschnitte, sowie Sprichwörter, Gleichnisse und Geschichten aus altchinesischen Philosophie- und Religionsbücher in der Übersetzung von Richard Wilhelm bewundert habe. Kafka besass in seiner Bibliothek die Übersetzungen : Kung-futse. Gepräche [ID D1581] : Kafka bemerkt dazu : In Kung-futses Gesprächen ist man noch auf festem Boden. Laotse. Tao-te-king [ID D4445] : Kafka schreibt : Laotses Sprüche sind steinharte Nüsse. Ich bin von ihnen bezaubert, doch ihr Kern bleibt mir verschlossen. Ich habe sie mehrmals gelesen. Dann entdeckte ich aber, dass ich sie – wie ein kleiner Junge bunte Glaskugeln – aus einem Gedankenwinkel in den andern gleiten liess, ohne damit nur ein Stück weiterzukommen. Ich entdeckte mit den Glaskugeln dieser Sprüche eigentlich nur die trostlose Seichtheit meiner Gedankenmulden, die Lao-tses Glaskugeln nicht begrenzen und aufnehmen konnten. Das war eine ziemlich deprimierende Entdeckung, also liess ich das Spiel mit den Glaskugeln bleiben. Dschuang Dsi [ID D4447] : Nach Janouch hat Kafka einige Stellen unterstrichen und zu zwei Stellen bemerkt : Durch das Leben wird nicht der Tod lebendig ; durch das Sterben wird nicht das Leben getötet. Leben und Tod sind bedingt, sie sind umschlossen von einem grossen Zusammenhang. – Die Männer des Altertums wandelten sich äusserlich, aber blieben innerlich umgewandelt. Heutzutage wandeln sich die Menschen innerlich, aber bleiben äusserlich unverwandelt. Wenn man sich in Anpassung an die Verhältnisse wandelt und dabei doch ein und derselbe bleibt, so ist das in Wirklichkeit kein Wandel. Man bleibt ruhig im Wandel und bleibt ruhig im Nichtwandel ; man bleibt ruhig bei allen Berührungen mit der Aussenwelt und lässt sich nicht in die Vielheit hineinreissen. So hielten’s die Leute in den Gärten und Hallen der alten Weisen. Die Herren aber, die sich in den verschiedenen Gelehrtenschulen zusammenschlossen, bekämpften einander mit Behauptungen und Widerlegen. Und wie sieht es da erst heutzutage aus ! Der berufene Heilige weilt in der Welt, aber er verletzt nicht die Welt. Liä Dsi [ID D4446] : Kein Kommentar von Kafka. Dschung yung [Zhong yong] : Einige Leute behaupten, dass Kafka das Zhong yong durch einen Vorabdruck gekannt hat, andere bestreiten es, da das Zhong yong erst als Kapitel des Li gi von Wilhelm 1930 erschienen ist. Heilmann, Hans. Die chinesische Lyrik [ID D11976] : Max Brod schreibt : Kafka hat das Buch sehr geliebt, zeitweilig allen andern vorgezogen und mir oft mit Begeisterung daraus vorgelesen ; schliesslich hat er es mir geschenkt. Seine Lieblingsgedichte sind von Li Bo, Sao Han, Su Shi, Yuan Mei und Du Fu. Nach der Handbibliothek Kafkas, die Klaus Wagenbach gesammelt hat, hat Kafka gelesen : Bethge, Hans. Die chinesische Flöte [ID D11977] : Jürgen Born meint : Das Buch ist bei den angebotenenen Büchern aus der Handbilbiothek von Kafka. Die Seiten des von uns erworbenen Exemplares sind allerdings nicht aufgeschnitten, es könnte sein, dass Kafka dieses Buch nicht gelesen hat. Wilhelm, Richard. Chinesische Volksmärchen [ID D1585] : Kafka hat das Buch besessen, dann aber seiner Schwester Ottla geschenkt. Die aus dem Textvergleich ersichtlichen Parallelen zwischen einigen Novellen Kafkas und den Volksmärchen stützt jedoch die Vermutung, dass er das Buch gelesen hat. Li-tai-pe von Klabund [ID D2998] : Kafka schätzt die Gedichte von Hans Heilmann mehr, als die Nachdichtungen von Klabund. Durch die Bekanntschaft 1913 mit Martin Buber liest Kafka auch seine Bücher : P'u, Sung-ling. Chinesische Geister- und Liebes-Geschichten [ID D2083] : Das Buch wird zwei mal in Briefen an Felice Bauer von 1913 erwähnt : Buber hat also Chinesische Geister- und Liebesgeschichten herausgegeben, die, soviel ich davon kenne, prachtvoll sind. – Das ist wirklich merkwürdig, dass Du das Buch von Buber gekauft hast ! Ich kenne es nur aus einer ausführlichen Besprechung, in der verschiedene Zitate standen. Auf jeden Fall kannte Kafka das Buch. Reden und Gleichnisse des Tschuang-tse [ID D11978]. Weitere Bücher, die Kafka gekannt hat : Dittmar, Julius. Im neuen China [ID D12662]. Das Buch ist nicht in Kafkas Handbibliothek und wird auch in seinen Werken nicht erwähnt. Dass er es vermutlich doch gelesen hat wird durch folgende Tatsachen gestützt : Darin enthalten sind Mauer-, Kaisertum- und Kaisermotive, die auch in Kafkas Erzählungen vorkommen. 1916 schreibt er auf eine Postkarte an Felice : Für Knaben sind die grünen Bücher von Schaffstein, meine Lieblingsbücher, das Beste. Aus den Textvergleichen zwischen diesem Buch und Kafkas Novellen Beim Bau der chinesischen Mauer, Eine kaiserliche Botschaft, Ein altes Blatt, ergibt sich, dass Kafka die China-Motive aus diesem Buch übernommen hat. Meyrink, Gustav. Der Golem. Daraus hat Kafka China-Motive übernommen hat. Jacques, Norbert. Auf dem chinesischen Fluss [ID D3065]. Kisch, Egon Erwin. China geheim [ID D3296]. Ehrenstein, Albert. Schi king [ID D12457] und Pe-lo-thien [ID D12456]. Döblin, Alfred. Die drei Sprünge des Wang-lun [ID D12338] Hofmannsthal, Hugo von. Der weisse Fächer [ID D12664]. In einem Brief an der Verlag Kurt Wolff in Leipzig bestellt Kafka 1923 die beiden Bücher Chinesische Landschaftsmalerei von Otto Fischer [ID D653] und Von Chinas Göttern von Friedrich Perzynski [ID D3054]. Fiedler, F. Des Laotse Tao-te-king [ID D13723] : Gustav Janouch : Kafka hat gesagt : Gustav Wyneken (der Herausgeber des Buches) und seine Freunde wollen dem Zugriff unserer Maschinenwelt entkommen. Sie wenden sich an die Natur und das älteste Gedankengut des Menschen. Sie buchstabieren – wie Sie hier sehen – in den Übertragungen alter chinesischer Übersetzungen der Wirklichkeit, statt im Originaltext ihrer eigenen Existenz und Verantwortung geduldig zu lesen. Das Vorgestern scheint ihnen zugänglicher zu sein als das Heute. Dabei ist die Wahrheit nie und nirgends zugänglicher als im Augenblick des eigenen Lebens. Nur hier kann man sie gewinnen oder verlieren. Was sie verbirgt, ist nur das Offensichtliche, die Fassade. Die muss man durchbrechen. Dann ist alles klar. Buch bubácká knihá (Gespenster) : Um welches Buch es sich handelt, ist nicht herausgefunden worden. In einem Brief an Milena zitiert er zwei Passagen daraus. Die beiden Zitate stehen aber werder in Buber noch sind sie in Liao zhai zhi yi zu finden. 1922 schreibt er an Milena über Gespenster. 1920 schreibt Kafka an Milena : Ich lese ein Buch über Tibet. Dies betrifft Hedin, Sven Andres. Durch Asiens Wüsten [ID D2666]. Hedin, Sven Anders : Trans-Himalaya [ID D2867] : Das Buch hat seine Spur in Kafkas Werken hinterlassen. Die Beschreibungen der Nomaden haban auf ihn Eindruck gemacht. |
|
| 1910 |
Franz Kafka nimmt in Jungborn an einem Vortrag über chinesische Sitten, Kleidung und Naturheilkunde teil. Seither besitzt er ein tiefergehendes Interesse an Naturheilkunde im Hinblick auf seine…
Franz Kafka nimmt in Jungborn an einem Vortrag über chinesische Sitten, Kleidung und Naturheilkunde teil. Seither besitzt er ein tiefergehendes Interesse an Naturheilkunde im Hinblick auf seine eigene körperliche und geistige Gesundheit.
|
|
| 1912 |
Han Ruixin : Dschuang Dsi. Das wahre Buch vom südlichen Blütenland [ID D4447]. Richard Wilhelm nennt als Besonderheiten Zhuangzis sowohl seine Anschauungen, als auch die Lebhaftigkeit seines Geistes,…
Han Ruixin : Dschuang Dsi. Das wahre Buch vom südlichen Blütenland [ID D4447]. Richard Wilhelm nennt als Besonderheiten Zhuangzis sowohl seine Anschauungen, als auch die Lebhaftigkeit seines Geistes, die Schärfe seines Denkens und der Umfang seines Wissens. Die Grundgedanken des ganzen Werkes seien die Ruhe im Sinn, die Innerlichkeit und die souveräne Freiheit, die jenseits der Welt im Einen wurzelt.
Franz Kafka schreibt zur Stelle "Durch das Leben wird nicht der Tod lebendig ; durch das Sterben wird nicht das Leben getötet. Leben und Tod sind bedinge ; sie sind umschlossen von einem grossen Zusammenhang" : Das ist - glaube ich - das Grund- und Hauptproblem aller Religion und Lebensweisheit. Es handelt sich darum, den Zusammenhang der Dinge und Zeit zu erfassen, sich selbst zu entziffern, das eigene Werden und Vergehen zu durchdringen. |
|
| 1912 | Franz Kafka schreibt in sein Tagebuch : Gestern abend Vortrag über Kleidung. Den Chinesinnen werden die Füsse verkrüppelt, damit sie einen grossen Hintern bekommen. | |
| 1912 |
Franz Kafka zitiert in einem Brief an Felice Bauer das Gedicht In tiefer Nacht von Yuan Mei aus Die chinesische Lyrik von Hans Heilmann [ID D11976] und erwähnt es noch fünfmal in weiteren Briefen.…
Franz Kafka zitiert in einem Brief an Felice Bauer das Gedicht In tiefer Nacht von Yuan Mei aus Die chinesische Lyrik von Hans Heilmann [ID D11976] und erwähnt es noch fünfmal in weiteren Briefen. Das Gedicht hat eine grosse Bedeutung für Kafka und Felice bekommen.
Kafka schreibt : Aber warte einen Augenblick, zum Beweise dessen, dass die Nachtarbeit überall, auch in China den Männern gehört, werde ich aus dem Bücherkasten ein Buch holen und ein kleines chinesisches Gedicht für Dich abschreiben. Es stammt von dem Dichter Jan-tsen-tsai über den ich die Anmerkung finde : sehr talentvoll und frühreif, machte eine glänzende Karriere im Staatsdienst. Er war ungemein vielseitig als Mensch und Künstler.“ Ausserdem ist zum Verständnis des Gedichts die Bemerkung nötig, dass die wohlhabenden Chinesen vor dem Schlafengehen ihr Lager mit aromatischen Essenzen parfümieren. Im übrigen ist das Gedicht vielleicht ganz wenig unpassend, aber es ersetzt den Anstand reichlich durch Schönheit. Meng Weiyan : Kafka betrachtet die Frau in dem Gedicht gleichsam mit einem verwandten Herzen, weil er sich gerade mit dem Problem der Ehe und Familie auseinandersetzt. |
|
| 1914 |
Kafka, Franz. In der Strafkolonie. (Leipzig : Kurt Wolff, 1919). [Entstanden 1914].Hartmut Binder : Als stoffliche Vorlage verwendet Kafka Octave Mirbeaus pornographisches-anarchistisch-sadistisches…
Kafka, Franz. In der Strafkolonie. (Leipzig : Kurt Wolff, 1919). [Entstanden 1914].
Hartmut Binder : Als stoffliche Vorlage verwendet Kafka Octave Mirbeaus pornographisches-anarchistisch-sadistisches Machwerk Le jardin des supplices (1899), dessen Motivik und Thematik Kafka faszinieren mussten, denn er fand hier die für seine Sicht der Dinge typische Verbindung von Geschlechtlichkeit und Tod, Selbstquälerei und, als Sinnbild dieser Vorstellungszusammenhänge, China, das in Anlehnung an die Vorlage offenbar Schauplatz der Ereignisse ist. |
|
| 1915 |
Kafka, Franz. Die Verwandlung [ID D13540]Zhou Jianming : Die Erzählung trägt autobiographische Züge.Hu Runsen stellt die These auf, dass Kafka vom Taoismus stark und positiv beeinflusst werde. Das…
Kafka, Franz. Die Verwandlung [ID D13540]
Zhou Jianming : Die Erzählung trägt autobiographische Züge. Hu Runsen stellt die These auf, dass Kafka vom Taoismus stark und positiv beeinflusst werde. Das „Tao“ komme in seinem Werk überall zum Ausdruck als Instanz, die über alles herrsche und bestimme. Das führe zur Entfremdung des Menschen. Das Motiv der Entfremdung, verstanden als die Herrschaft des Dinges über Menschen nach dem Taoismus, durchziehe vor allem die Erzählung Die Verwandlung. Zum Einen sei die tragische Feststellung von Zhuangzi, dass der Mensch unvermeidlich dem Ding dienen müsse, zu finden, zum anderen werde das schöne taoistische Ideal, über das Ding zu herrschen ausgedrückt. Dies sei das Zeiel, nach dem Kafka sein ganzes Leben lang vergeblich gestrebt habe. Lee Joo-dong : Die Geschichte zeigt, wie der dem normalen alltäglichen Leben verfallene durchschnittliche Mensch Gregor Samsa durch den Prozess der Verwandlung seiner eigenen Innenwelt als einer fremden Gegenstandswelt gegenübersteht, die ihn plötzlich überfällt. Der Wunsch und die Sehnsucht Samsas, sich aus dem Zwang und der Gewalt des modernen gesellschaftlichen Berufslebens zu befreien, und ein freies Leben zu finden, rufen seine unruhigen Träume hervor, in denen er sich ein einen fremden Käfer verwandelt. In einer Spiegelung von wirklicher Unwirklichkeit und unwirklicher Wirklichkeit beginnen alle Dinge bei Kafka ihre Konturen zu verlieren und damit auch ihre unbezweifelbare, greifbare Realität aufzutauchen. Zwischen Traum und Verwandlung scheint deutlich ein rätselhaftes Verhältnis zu bestehen. Der Schmetterlingstraum von Zhuangzi ist ein paralleles Gleichnis. Kafkas Gedanke, dass ein Tier trotz seiner Verschiedenheit in der Gestalt, die gleiche Fähigkeit zur Hellsicht wie der Mensch tragen kann, erinnert an eine Lehre von Liezi, wonach die Denkart der Tiere von Natur aus gleichartig mit der des Menschen ist. |
|
| 1915 |
Kafka, Franz. Vor dem Gesetz. In : Selbstwehr ; 7.9.1915 / In : Vom jüngsten Tag : ein Almanach deutscher Dichtung ; 1915. [Legende aus Der Prozess].Quellen : Heilmann, Hans. Chinesische Lyrik [ID…
Kafka, Franz. Vor dem Gesetz. In : Selbstwehr ; 7.9.1915 / In : Vom jüngsten Tag : ein Almanach deutscher Dichtung ; 1915. [Legende aus Der Prozess].
Quellen : Heilmann, Hans. Chinesische Lyrik [ID D11976] und Dittmar, Julius. Im neuen China [ID D12662]. Ernst Weiss schreibt im ‚Berliner Börsen Courier’ (26.4.1925) über den Roman Der Prozess, wobei er Kafkas Parabel Vor dem Gesetz dem Gleichnis von Zuangzi und Konfuzius gleichsetzt. Lee Joo-dong : Vor einem unbekannten Gesetz steht ein Türhüter. Zu diesem Türhüter kommt ein Mann vom Lande und bittet um Eintritt in das Gesetz. Man kann annehmen, dass das unbekannte Gesetz dem Tao als verborgenem und unerkennbarem Gesetz entspricht. Das Gesetz stellt sich als ein Gebäude, ein Haus oder Tor dar. Auch das Tao erscheint in taoistischen und buddhistischen Texten oft als „Himmels Schatzhaus“, „Haus“, „Tor des Wunderbaren“, „Taotor“, „Tore des Himmels“, „Pforte“ oder „Türe“. Friedrich von Schelling beschreibt das Tao als die Pforte in das wirkliche sein : Tao heisst Pforte, Tao-Lehre, die Lehre von der grossen Pforte in das Sein, von dem Nichtseienden, dem bloss seinkönnenden durch das alles endliche Sein in das wirkliche Sein eingeht. (Schellings Werke, Philosophie der Mythologie 1857). Der Eintritt oder Nicht-Eintritt in das Gesetz scheint davon abhängig zu sein, ob der Mann vom Lande die Aussage des Türhüters, dass er ihm jetzt den Eintritt nicht gewähren kann, verstehen kann oder nicht, ob er selbst seinen jetzigen existentiellen Zustand der Schuld erkennen kann oder nicht. Alle Verantwortlichkeit für den Eintritt liegt bei ihm selbst. Die Parabel erinnert an den Aphorismus Kafkas der buddhistischen und taoistischen Lehre : „Wer sucht, findet nicht, aber wer nicht sucht, wird gefunden“. Der Mann vom Lande wusste nicht, dass das Gesetz das in seinem Innern schon gegebene Naturgesetz ist, und dass der Weg zu sich selbst gerade den Eintritt in das Gesetz bedeutet. Der Mann scheitert, denn er hat sein Lebensziel nicht in sich selbst gesucht, sondern im Aussen. Bei Kafka wird alles, was dem Menschen von seiner Natur aus nicht gegeben ist, sondern von den Menschen von aussen auferlegt wird, völlig negiert, weil das was man nicht ist, für ihn eine Lüge oder das Böse der Welt ist. Rolf J. Goebel : Zwar verweist das Werk immer wieder auf die soziale Umwelt Prags, das Judentum, auf politische Machtverhältnisse und Missstände der Zeit, aber Kafka unterminiert zugleich den Referenzcharakter seines Schreibens, indem er Realitätspartikel und kulturelle Diskurse allenfalls aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang herausgerissen, ironisch gebrochen, metaphorisch verfremdet in seine Texte hineinlässt… Kafka beschränkt sich mit der Rezeption von Heilmanns Anthologie nicht nur auf die Charakterisierung der Figuren, sondern schliesst auch poetologische Momente mit ein. Es geht ihm nicht eigentlich um die Aneignung von chinesischen Themen und Gedanken, sondern um ein imaginativ-soziatives Spiel mit einzelnen Signifikanten, die sich von ihren ursprünglichen Signifkanten lösen, und mit Motivfragmenten, die den Kontext weitgehend hinter sich lassen… Dittmar erwähnt drei aufeinander folgende Stadt-Tore, die von chinesischen Soldaten bewacht werden. Diese fragmentarischen Wortbrocken könnten, auch hier von ihrem usrpünglichen Kontext gelöst, Kafka zur Konzeption der aufeinander folgenden schrecklichen Türhüter inspiriert haben…Kafka hat zwar Dittmars Bericht als Fundus fragmentarischer Motive und sprachlicher Signifikanten benutzen können, den ideologischen Orientalismus-Kontext des übernommenen Sprachmaterials als solchen aber unterdrückt. |
|
| 1916-1917 |
Kafka, Franz. Der Jäger Gracchus. In : Kafka, Franz. Sämtliche Erzählungen. (Frankfurt a.M. : S. Fischer, 1970). [Entstanden 1916-1917].Meng Weiyan : Eine Quelle ist vermutlich die Geschichte…
Kafka, Franz. Der Jäger Gracchus. In : Kafka, Franz. Sämtliche Erzählungen. (Frankfurt a.M. : S. Fischer, 1970). [Entstanden 1916-1917].
Meng Weiyan : Eine Quelle ist vermutlich die Geschichte Weibertreue aus Chinesische Volksmärchen von Richard Wilhelm und der Schmetterlingstraum von Zhuangzi. Lee Joo-dong : Die Zeit, in der der noch lebendige Jäger Gracchus mit der Natur (Himmel und Erde) im Einklang lebt, mit der ewigen ganzheitlichen universellen Welt atmen und Leben und Tod in einer gesicherten Ordnung des Universums sehen konnte, entspricht der Vorstellung von der ursprünglichen universellen Welt der Taoisten. Kafka versucht einen kulturkritischen Ansatzpunkt und zugleich den ruhigen und friedlichen Zustand des paradiesischen Menschen zu finden, der der taoistischen Gedankenwelt entspricht. Han Ruixin : Einfluss hat der Taoismus durch den „Schmetterlingstraum“ Hui die meng von Zhuangzi. Der zwischen Diesseits und Jenseits wandernde Jäger verwandelt sich in einen Schmetterling. |
|
| 1917-1918 |
Franz Kafka hält sich bei seiner Schwester Ottla in Zürnau, Nordböhmen auf um die Trennung von Felice zu überwinden. Er beschäftigt sich vor allem mit der chinesischen Philosophie und liest Martin…
Franz Kafka hält sich bei seiner Schwester Ottla in Zürnau, Nordböhmen auf um die Trennung von Felice zu überwinden. Er beschäftigt sich vor allem mit der chinesischen Philosophie und liest Martin Buber, sowie Richard Wilhelms Übersetzungen Laotse [Laozi] und Dschuang Dsi [Zhuangzi].
Kafka beschreibt, dass die chinesische Philosophie und Religion grundsätzlich das Leben bejahen, als einen mächtigen Reichtum der geistigen Weltgeschichte, und dass die chinesische Lebensphilosophie, in der Leben und Tod nicht unterschiedlich, sondern von einem grossen Zusammenhang sind, als das Grund- und Hauptproblem aller Religion und Lebensweisheit. Lee Joo-dong : Den Weg zum traumhaften inneren, höheren und ewigen Leben nennt Kafka häufig „den rechten“, „den richtigen Weg“, oder „den wahren Weg“. Dieser rechte Weg, den Max Brod „Tao“ nennt, kann erst erreicht werden, wenn der Mensch jeden Augenblick des Lebens als den existentiellen Augenblick erleben und aufnehmen kann. Max Brod weist 1951 darauf hin, dass Franz Kafkas Lebensvorstellung auf „Tao“ beruht : Die Ehe bedeutet für Kafka Eingliederung in das richtige Leben, in menschliche und kosmische Gemeinschaft, in die Weisheit Chinas das „Tao“ nennt. Die Chinesen haben es immer als selbstverständlich gehalten, dass die Ehe, die Vereinigung von Mann (yang) und Frau (yin) eine zentrale Stelle im Leben einnimmt. Er stellt die These auf, dass in Kafkas religiösem Glauben das Absolute vorhanden sei, ja „Tao“ für Idee als Ethos steht, es aber wegen unserer gottfernen Lebens- und Denkweise immer unmöglich ist, in das vollendete Leben, in das Tao einzutreten. Trotz seiner negativen Grundhaltung gegenüber dem konventionellen jüdisch-christlichen Gedankengut, wendet sich Franz Kafkas mystische Gläubigkeit an ein unbeschreibbares Etwas, was sich unserer sinnlichen und kognitiven Wahrnehmung entzieht. |
|
| 1917 |
Kafka, Franz. Beim Bau der chinesischen Mauer [ID D124553].Quellen : Heilmann, Hans. Chinesische Lyrik [ID D11976]. Bethge, Hans. Die chinesische Flöte [ID D11977]. Dittmar, Julius. Im neuen…
Kafka, Franz. Beim Bau der chinesischen Mauer [ID D124553].
Quellen : Heilmann, Hans. Chinesische Lyrik [ID D11976]. Bethge, Hans. Die chinesische Flöte [ID D11977]. Dittmar, Julius. Im neuen China. Max Brod sagt, dass Kafka das Buch Chinesische Lyrik von Hans Heilmann [ID D11976] sehr geliebt, zeitweilig allen anderen vorgezogen und oft mit Begeisterung daraus vorgelesen hat. Ma Jia : China ist bei Franz Kafka ein Ideenschauplatz in seiner lebenslangen Auseinandersetzung mit Macht und Gesetz. Beim Bau der chinesischen Mauer ist eines der wichtigsten Werke aus Kafkas China-Beschäftigung, denn darin werden die China-Motive häufiger und konzentrierter als in anderen Werken verwendet... Das Ziel, die chinesische Mauer zu bauen, bedeutet, Nordchina vor Angriffen der Nomaden zu schützen. Es ist aber ein illusionäres, imaginäres Ziel. Denn der Schutzfunktion, die der Mauer zukommen soll, kann diese nicht gerecht werden, zunächst wegen der mangelnden Kontinuität beim Mauerbau. Wie kann man aber eine Mauer schützen, die nicht zusammenhängend gebaut ist…. Die chinesische Mauer wird zum Symbol der Vergeblichkeit aller menschlichen Bemühungen und des Tragischen des Menschen, mit grösster Sorgfalt und unermüdlichem Fleiss das verwirklichen, dem Sinn geben zu wollen, was in der Gesamtheit unzweckmässig, ja überflüssig ist… China ist nur ein Schauplatz zwischen Traum und Wirklichkeit, auf dem Kafka seine Erfahrung des Menschen in einem undurchschaubaren mystischen Ganzen zeigt und das scheinbar sinnvolle Dasein in Frage stellt. Meng Weiyan : Kafka behauptet, dass die Mauer zum ersten Mal in der Menschenzeit ein sicheres Fundament für einen neuen Babelturm schaffen werde. Der Babelturm ist ein Traum, der nur unter der Beteiligung aller Menschen in Erfüllung gehen kann. Die geographische Entfernung dient bei Kafka dazu, die Nutzlosigkeit der Mauer zu betonen. Er betont die Entfernung zwischen dem Kaiser und dem Volk, die ein Bote nicht hinter sich bringen kann, nicht nur weil das Land gross ist, sondern die Menge der Höflinge um den Kaiser, das Gedränge im Palast und auf den Strassen, sein Vorwärtskommen vereiteln. Armin Schäfer : Kafka kennzeichnet China durch seine Grösse und das Volk, den Kaiser als Symbol und das Reich sind symbolische Üercodierungen einer dezentralen Politik. Nakazawa Hideo. In : JDZB : Veröffentlichungen des Japanisch-Deutschen Zentrums Berlin ; Bd. 12 (1991), S. 233-235. Die Erzählung ist ein allegorisches Werk, in dem das Wort „Jude“ durchwegs durch das Wort „Chinese“ ersetzt ist, und das sich mit der Situation des Judentums auseinandersetzt. Nach Kafkas Meinung hat weder der Kaiser noch die Nordvölker den Bau angeordnet. Es ist eher die „Führerschaft“, die ihn beschlossen haben. Die Führerschaft ist eine allegorische Darstellung der jüdischen Überlieferung, der Aufbau des Judenstaates. |
|
| 1917-1918 |
Kafka, Franz. Betrachtungen über Sünde, Leid, Hoffnung und den wahren Weg. In : Kafka, Franz. Prosa. (Frankfurt a.M. : Suhrkamp, 1963). (Bibliothek Suhrkamp ; Bd. 97). [Aphorismen].Meng Weiyan :…
Kafka, Franz. Betrachtungen über Sünde, Leid, Hoffnung und den wahren Weg. In : Kafka, Franz. Prosa. (Frankfurt a.M. : Suhrkamp, 1963). (Bibliothek Suhrkamp ; Bd. 97). [Aphorismen].
Meng Weiyan : Kafka hat einige Elemente der chinesischen Philosophie entnommen. In Gesprächen mit Gustav Janouch sagte er, dass er sich ziemlich tief und lange mit dem Taoismus beschäftigt hat und fast alle Bände der deutschen Übersetzungen dieser Richtung besitze. Han Ruixin : Darin enthalten sind Parallelen zu Laozi, Zhuangzi und Liezi. |
|
| 1917 |
Franz Kafka schreibt sein erstes Oktavheft, in dem sich die Szene über eine fiktive Begegnung mit einem Chinesen befindet, was bedeutet, dass er in seiner Phantasie sich weiter mit China beschäftigen…
Franz Kafka schreibt sein erstes Oktavheft, in dem sich die Szene über eine fiktive Begegnung mit einem Chinesen befindet, was bedeutet, dass er in seiner Phantasie sich weiter mit China beschäftigen will.
|
|
| 1917 |
Franz Kafkas Neigung zu einem zurückgezogenen und asketischen Leben verstärkt sich durch den Ausbruch seiner Lungenkrankheit. Diese Lebensform kann mit der taoistischen verglichen werden. In einem…
Franz Kafkas Neigung zu einem zurückgezogenen und asketischen Leben verstärkt sich durch den Ausbruch seiner Lungenkrankheit. Diese Lebensform kann mit der taoistischen verglichen werden.
In einem Brief an Milena spricht er das asketische Leben eines chinesischen Weisen an : „Ich lese ein chinesisches Buch, bubácká kniha (Gespensterbriefe), deshalb erinnere ich mich daran, es handelt nur vom Tod. Einer liegt auf dem Sterbebett und in der Unabhängigkeit, die ihm die Nähe des Todes gibt, sagt er : Mein Leben habe ich damit verbracht, mich gegen die Lust zu wehren und es zu beenden“. Lee Joo-dong : Vor allem will Kafka einen Sinn der Welt und des Menschen nicht im Aussen, sondern immer im Innern suchen, denn er glaubt daran, dass das Unzerstörbare in uns selbst verborgen ist. Deshalb will er nicht Handelnder sein, sondern stets Passiver, Nicht-Handelnder bleiben. Er schreibt : „Es ist nicht notwendig, dass du aus dem Haus gehst. Bleib bei diesem Tisch und horche. Horche nicht einmal, warte nur. Warte nicht einmal, sei völlig still und allein. Anbieten wird sich dir die Welt zur Entlarvung, sie kann nicht anders, verzückt wird sie sich vor dir winden“. Diese Stelle erinnert deutlich an den 47. Spruch des Dao de jing : „Ohne aus dem Hause zu gehen, kann man die Welt erkennen…“ |
|
| 1919 |
Kafka, Franz. Ein Landarzt : kleine Erzählungen. (München : K. Wolff, 1919).[Entstanden 1917-1918]Quelle : Wilhelm, Richard. Chinesische Volksmärchen [ID D1585].Han Ruixin : Die drei Erzählungen Ein…
Kafka, Franz. Ein Landarzt : kleine Erzählungen. (München : K. Wolff, 1919).
[Entstanden 1917-1918] Quelle : Wilhelm, Richard. Chinesische Volksmärchen [ID D1585]. Han Ruixin : Die drei Erzählungen Ein Bericht für eine Akademie, Ein Besuch im Bergwerk und Elf Söhne weisen Einflüsse der chinesischen Märchen „Der Affe Sun Wukong“ aus Xi you ji und „Baxian“ [Die acht Unsterblichen] auf. Ein Bericht für eine Akademie. Hartmut Binder : Quelle ist Der Affe Sun Wu Kung aus Chinesische Volksmärchen. Lee Joo-dong : Erzählung des Affen Rotpeter, der unter dem Zwang der Welt seine eigene Natur und Freiheit verlassen und ein Pseudo-Mensch werden muss. Als er im Käfig gefangen erwacht, sieht er sich zum erstenmal in seinem Leben ohne Ausweg. Die Metapher ‚Käfig’ im Taoismus erscheint als fesselnde Funktion und Struktur der zivilisierten Welt der natürlichen Freiheit des Menschen. Kafka versucht darzustellen, wie der Mensch unter dem Zwang und der Gewalt der Zivilisation seine eigentümliche Natur und Freiheit verliert und schliesslich in der sicheren, bequemen, aber nur scheinbaren Freiheit und Alltäglichkeit der Gesellschaft untergeht. Die Sehnsucht des Affen nach dem Gefühl der Freiheit ist die Sehnsucht Kafkas selbst nach dem unschuldigen Urzustand des Menschen des Altertums. Er äussert sich Gustav Janouch gegenüber : „Jeder lebt hinter einem Gitter, das er mit sich herumträgt. Darum schreibt man jetzt so viel von den Tieren“. Es ist ein Ausdruck der Sehnsucht nach einem freien, natürlichen Leben. Der Ausbruch des Affen in die Menschenwelt bringt ihm aber nur eine trügerische Freiheit. Die Parabel über die Pferde von Zhuangzi verweist auf das parallele Verhältnis der Verlorenheit der Natur und der Freiheit des Affen. Kafka schreibt in einem Aphorismus „Ein Käfig ging einen Vogel suchen“. Bei Zhuangzi heisst es : „Wenn man… aus der Welt einen Käfig macht, so vermag kein Vogel zu entschlüpfen“. Ein Besuch im Bergwerk. Meng, Weiyan : Das von Kafka benutzte chinesische Märchen ist die 31. Geschichte in Chinesische Volksmärchen. Auffällig ist die Strukturähnlichkeit zwischen den beiden Texten. Elf Söhne. Meng Weiyan : Das Baugesetz entspricht dem der Acht Unsterblichen. Die Struktur stimmt überein, nur wird im chinesischen Märchen jeder einzelne Unsterbliche charakterisiert und über seine Eigenschaften und Taten berichtet. Kafka geht vom Charakter der elf Söhne aus. Max Brod meint, dass die Novelle als Wunschbild einer Familiengründung zu verstehen ist, denn drei Monate später findet die zweite Verlobung mit Felice statt. Das nächste Dorf Als Quelle geben Walter Benjamin und Johannes Urzidil den 80. Spruch des Dao de jing von Richard Wilhelm [ID D4445] an. Lee Joo-dong : Die Erzählung beginnt mit „Mein Grossvater pflegte zu sagen : Das Leben ist erstaunlich kurz“. Der Sinn des eigentlichen Lebens und der Zeit kann bei Kafka wie bei den Taoisten, nur durch die existentiellen Erfahrungen des absoluten Augenblicks als zeitliche Zeitlosigkeit erfüllt werden. Der Augenblick ist unter dem Aspekt der einheitlichen universellen Weltanschauung die Ewigkeit und die Ewigkeit ist der Augenblick. Das naturnahe Dorfleben ist für die Taoisten wie für Kafka ein ideales Leben, das nicht nur einen Zustand der Einfachheit und Schlichtheit beinhaltet, sondern auch die von der Natur gewonnene, universelle Lebenskraft geniessen lässt. Die Lebenshaltung der Taoisten, das irdische Dasein, dessen Mühsal und Not sie genau kennen, so einzrichten, dass sie in Frieden arbeiten, anspruchslos einfach und mit Anstand leben und ein wenig Glück geniessen können, scheint in der Parabel der Lebenshaltung des Grossvaters zu entsperchen, da er mit „Entsagung und Verzicht“ reagiert. Eine kaiserliche Botschaft. Das Prosastück entstammt aus dem Text Beim Bau der chinesischen Mauer. Ein altes Blatt Meng Weiyan : Die Ähnlichkeit zwischen Julius Dittmars Buch Im neuen China [ID D12662] und der Erzählung lassen den Schluss zu, dass Kafka China-Motive verwendet hat. Folgende Punkte stimmen überein : Der chinesische Kaiser wohnt in der „Verbotenen Stadt“. Er hat die für den Staat wichtigen Zeremonien versäumt und die Verteidigung des Vaterlandes vernachlässigt, so dass die Nomaden [fremde Truppen bei Dittmar] aus dem Norden in die Hauptstadt gedrungen sind. Rolf J. Goebel : Ein altes Blatt acquires new political and cultural meaning when read as an intertextual appropriation of, and critical reaction to, the European cultural and political discourse on China during the Qing dynasty. This discursive practice not only familiarized the Europeans with China as an alien, exotic, and increasingly colonized country but, also discovered a parallel between the reactionary, corrupt and decandent Austro-Hungarian monarchy and the Qing dynasty that was threathened by a similar crisis. Ein altes Blatt has nothing to do with the reality of China itself. Although the story’s fictional elements prevent the reader from constructing it as a truth, mimetic representation of China. It contains clearly decipherable traces of certain Western writings about the history of the Qing dynasty and thus participates in the crosscultural interaction between Europe and the Orient during the early decades of the twentieth century. Traditional social order, political institutions, and moral self-conception of the defenseless Chinese are confronted and subverted by the irreconcilable, “barbarian” otherness of the foreign nomads’ behavior, language, and power. Kafka’s depiction of the subversive nomads could be constructed as a critique of the unjust treatment of the Chinese by the European colonialists. |
|
| 1920 |
Kafka, Franz. Die Truppenaushebung. In : Kafka, Franz. Die Erzählungen. (Frankfurt a.M. : S. Fischer, 1961).Quelle : Heilmann, Hans. Chinesische Lyrik [ID D11976].Meng Weiyan : Die Erzählungen hat…
Kafka, Franz. Die Truppenaushebung. In : Kafka, Franz. Die Erzählungen. (Frankfurt a.M. : S. Fischer, 1961).
Quelle : Heilmann, Hans. Chinesische Lyrik [ID D11976]. Meng Weiyan : Die Erzählungen hat mehrere Übereinstimmungen mit dem altchinesischen Gedicht Shi hao li [Der Rekrutenjäger] von Du Fu. In beiden Texten handelt es sich um eine Truppenaushebung, ziehen sich die Männer voller Angst davor zurück, während Frauen an die Stelle ihrer Männer treten und in beiden Texten ist eine militärische Auseinandersetzung mit dem Nachbarland die gleiche Ursache. |
Bibliografie (84)
| Jahr | Bibliografische Daten | Typ / Abkürzung | Verknüpfte Daten |
|---|---|---|---|
| 1931 |
Kafka, Franz. Beim Bau der chinesischen Mauer : ungedruckte Erzählungen und Prosa aus dem Nachlass. Hrsg. von Max Brod und Hans Joachim Schoeps. (Berlin : G. Kiepenheuer, 1931). [Geschrieben 1917].=…
Kafka, Franz. Beim Bau der chinesischen Mauer : ungedruckte Erzählungen und Prosa aus dem Nachlass. Hrsg. von Max Brod und Hans Joachim Schoeps. (Berlin : G. Kiepenheuer, 1931). [Geschrieben 1917].
= Kafka, Franz. The great wall of China : stories and reflections. Transl. by Willa and Edwin Muir. (New York, N.Y. : Schocken Books, 1946). kafka-online.info. |
Publication / Kaf1 | |
| 1956 |
[Kafka, Franz]. Cheng bao. Kafuka zhu ; Xiong Yingtao yi. Vol. 1-2. (Xianggang : Huo ju bian yi she, 1956). Übersetzung von Kafka, Franz. Das Schloss. (München : Wolff, 1926). [Geschrieben 1922]. 城堡 |
Publication / Kaf29 |
|
| 1960 |
[Kafka, Franz]. Pan jue. Kafuka zhu ; Zhang Xianxu yi. In : Xian dai wen xue, Taipei ; no 1 (1960). Übersetzung von Kafka, Franz. Das Urteil : eine Geschichte. (Leipzig : Kurt Wolff, 1916).…
[Kafka, Franz]. Pan jue. Kafuka zhu ; Zhang Xianxu yi. In : Xian dai wen xue, Taipei ; no 1 (1960). Übersetzung von Kafka, Franz. Das Urteil : eine Geschichte. (Leipzig : Kurt Wolff, 1916). [Geschrieben 1913].
|
Publication / Kaf97 |
|
| 1960 |
[Kafka, Franz]. Jue shi de yi shu jia. Kafuka zhu ; Shi Ming yi. In : Xian dai wen xue, Taipei ; no 1 (1960). Übersetzung von Kafka, Franz. Ein Hungerkünstler : vier Geschichten. (Berlin : Verlag Die…
[Kafka, Franz]. Jue shi de yi shu jia. Kafuka zhu ; Shi Ming yi. In : Xian dai wen xue, Taipei ; no 1 (1960). Übersetzung von Kafka, Franz. Ein Hungerkünstler : vier Geschichten. (Berlin : Verlag Die Schmiede, 1924). (Die Romane des 20. Jahrhunderts).
絕食的藝術家 |
Publication / Kaf98 | |
| 1960 |
[Kafka, Franz]. Xiang cun yi sheng. Kafuka zhu ; Ouyang Zi yi. In : Xian dai wen xue, Taipei ; no 1 (1960). Übersetzung von Kafka, Franz. Ein Landarzt : kleine Erzählungen. (München : Kurt Wolff,…
[Kafka, Franz]. Xiang cun yi sheng. Kafuka zhu ; Ouyang Zi yi. In : Xian dai wen xue, Taipei ; no 1 (1960). Übersetzung von Kafka, Franz. Ein Landarzt : kleine Erzählungen. (München : Kurt Wolff, 1919).
乡村医生 |
Publication / Kaf99 |
|
| 1966 |
[Kafka, Franz]. Shen pan ji qi ta xiao shuo. Kafuka zhu ; Li Wenjun, Cao Yong yi. (Beijing : Zuo jia chu ban she, 1966). Übersetzung von Kafka, Franz. Der Prozess : Roman. (Berlin : Verlag Die…
[Kafka, Franz]. Shen pan ji qi ta xiao shuo. Kafuka zhu ; Li Wenjun, Cao Yong yi. (Beijing : Zuo jia chu ban she, 1966). Übersetzung von Kafka, Franz. Der Prozess : Roman. (Berlin : Verlag Die Schmiede, 1925). [Geschrieben 1914-1915]. Kafka, Franz. Das Urteil : eine Geschichte. (Leipzig : Kurt Wolff, 1916). [Geschrieben 1913]. Kafka, Franz. Die Verwandlung. (Leipzig : K. Wolff, 1915). Kafka, Franz. In der Strafkolonie. (Leipzig : Kurt Wolff, 1919). Kafka, Franz. Ein Landarzt : kleine Erzählungen. (München : Kurt Wolff, 1919). Kafka, Franz. Ein Bericht für eine Akademie. In : Kafka, Franz. Ein Landarzt : kleine Erzählungen. (München : K. Wolff, 1919). = (Shanghai : Xin wen yi, 1964).
|
Publication / Kaf64 |
|
| 1967 |
[Kafka, Franz]. Shen pan. Kafuka zhu ; Chen Zhuyun yi. In : Xian dai wen xue, Taipei ; no 31-35 (1967). Übersetzung von Kafka, Franz. Der Prozess : Roman. (Berlin : Verlag Die Schmiede, 1925).…
[Kafka, Franz]. Shen pan. Kafuka zhu ; Chen Zhuyun yi. In : Xian dai wen xue, Taipei ; no 31-35 (1967). Übersetzung von Kafka, Franz. Der Prozess : Roman. (Berlin : Verlag Die Schmiede, 1925). [Geschrieben 1914-1915].
審判 |
Publication / Kaf100 |
|
| 1969 |
[Kafka, Franz]. Tui bian. Kafuka zhu ; Jin Mingruo yi. (Taibei : Zhi wen chu ban she, 1975). (Xin chao wen ku ; 20). Übersetzung von Kurzgeschichten von Franz Kafka. 蛻變 |
Publication / Kaf19 |
|
| 1969 |
[Kafka, Franz]. Shen pan. Kafuka zhu ; Li Kuixian yi. (Gaoxiong : Da ye shu dian, 1969). (Da ye xian dai wen xue cong shu). Übersetzung von Kafka, Franz. Der Prozess : Roman. (Berlin : Verlag Die…
[Kafka, Franz]. Shen pan. Kafuka zhu ; Li Kuixian yi. (Gaoxiong : Da ye shu dian, 1969). (Da ye xian dai wen xue cong shu). Übersetzung von Kafka, Franz. Der Prozess : Roman. (Berlin : Verlag Die Schmiede, 1925). [Geschrieben 1914-1915].
審判 |
Publication / Kaf24 |
|
| 1969 |
[Kafka, Franz]. Shen pan. Kafuka zhu ; Huang Shujing yi. (Taipei : Zhi Wen chu ban she, 1969). (Xin cao wen ku ; 29). Übersetzung von Kafka, Franz. Der Prozess : Roman. (Berlin : Verlag Die Schmiede,…
[Kafka, Franz]. Shen pan. Kafuka zhu ; Huang Shujing yi. (Taipei : Zhi Wen chu ban she, 1969). (Xin cao wen ku ; 29). Übersetzung von Kafka, Franz. Der Prozess : Roman. (Berlin : Verlag Die Schmiede, 1925). [Geschrieben 1914-1915].
審判 |
Publication / Kaf26 |
|
| 1969 |
[Kafka, Franz]. Shui bian. Gafuga zhu ; Jin Mingruo yi. (Taibei : Zhi wen chu ban she, 1969). (Xin chao wen ku). Übersetzung von Kafka, Franz. Die Verwandlung. (Leipzig : K. Wolff, 1915). 蛻變 |
Publication / Kaf36 |
|
| 1969 |
De Ao duan bian xiao shuo xuan. Xuan Cheng yi. (Taibei : Shui niu chu ban she, 1969). (Shui niu wen ku ; 110). [Deutsche und österreichische Kurzgeschichten. Enthält : Hermann Hesse, Franz…
De Ao duan bian xiao shuo xuan. Xuan Cheng yi. (Taibei : Shui niu chu ban she, 1969). (Shui niu wen ku ; 110). [Deutsche und österreichische Kurzgeschichten. Enthält : Hermann Hesse, Franz Kafka].
德奧短篇小說選 |
Publication / Xua1 |
|
| 1970 |
[Kafka, Franz]. Jue shi di yi shu jia. [Kafuka zhu] ; Xian dai wen xue za zhi she bian yi. (Taibei : Chen zhong chu ban she, 1970). (Xiang ri kui yi cong ; 7). Übersetzung von Kafka, Franz. Ein…
[Kafka, Franz]. Jue shi di yi shu jia. [Kafuka zhu] ; Xian dai wen xue za zhi she bian yi. (Taibei : Chen zhong chu ban she, 1970). (Xiang ri kui yi cong ; 7). Übersetzung von Kafka, Franz. Ein Hungerkünstler : vier Geschichten. (Berlin : Verlag Die Schmiede, 1924). (Die Romane des 20. Jahrhunderts).
絶食的藝術家 |
Publication / Kaf9 | |
| 1970 |
[Kafka, Franz]. Cheng bao. Kafuka zhu ; Xiong Ren yi. Vol. 1-2. (Taibei : Chen zhong chu ban she, 1970). (Xiang ri kui yi cong ; 3). Übersetzung von Kafka, Franz. Das Schloss. (München : Wolff,…
[Kafka, Franz]. Cheng bao. Kafuka zhu ; Xiong Ren yi. Vol. 1-2. (Taibei : Chen zhong chu ban she, 1970). (Xiang ri kui yi cong ; 3). Übersetzung von Kafka, Franz. Das Schloss. (München : Wolff, 1926). [Geschrieben 1922].
城堡 |
Publication / Kaf28 |
|
| 1970 |
Luyisi. Maomu [Somerset Maugham] deng zhu [et al.] ; Fei Huang yi. (Tainan : Hua ming, 1970). (Da da wen ku ; 8). [Enthält : 13 Short stories von Katherine Mansfield, Somerset Maugham, Ernest…
Luyisi. Maomu [Somerset Maugham] deng zhu [et al.] ; Fei Huang yi. (Tainan : Hua ming, 1970). (Da da wen ku ; 8). [Enthält : 13 Short stories von Katherine Mansfield, Somerset Maugham, Ernest Hemingway, Erskine Caldwell, John Steinbeck, Sherwood Anderson, Willa Cather, Guy de Maupassant, Franz Kafka, Anton Pavlovich Chekhov].
露意絲 |
Publication / Mans34 |
|
| 1972 |
[Kafka, Franz]. Kafuka qing shu xuan. Ma Chunying yi. (Taibei : Chen zhong chu ban she, 1972). Übersetzung von Kafka, Franz. Briefe an Milena. Hrsg. von Max Brod. (New York, N.Y. : Schocken Books ;…
[Kafka, Franz]. Kafuka qing shu xuan. Ma Chunying yi. (Taibei : Chen zhong chu ban she, 1972). Übersetzung von Kafka, Franz. Briefe an Milena. Hrsg. von Max Brod. (New York, N.Y. : Schocken Books ; Frankfurt a.M. : S. Fischer, 1952). (Gesammelte Werke). [Milena Jesenská].
卡夫卡情書選 |
Publication / Kaf33 |
|
| 1975 |
[Kafka, Franz]. Kafuka de yu yan yu ge yan = Parables & aphorisms. Zhang Boquan yi. (Taibei : Feng cheng chu ban she, 1975). (Feng cheng cong shu ; 1). Übersetzung von Kafka, Franz. Beschreibung…
[Kafka, Franz]. Kafuka de yu yan yu ge yan = Parables & aphorisms. Zhang Boquan yi. (Taibei : Feng cheng chu ban she, 1975). (Feng cheng cong shu ; 1). Übersetzung von Kafka, Franz. Beschreibung eines Kampfes : Novellen, Skizzen, Aphorismen aus dem Nachlass. (New York, N.Y. : Schocken Books, 1936). (Gesammelte Schriften ; Bd. 5).
卡夫卡的寓言與格言 |
Publication / Kaf37 |
|
| 1979 |
[Kafka, Franz]. Bian xing ji. Kafuka zhu ; Li Wenjun yi. In : Shi jie wen xue ; no 1 (1979). Übersetzung von Kafka, Franz. Die Verwandlung. (Leipzig : K. Wolff, 1915). [Auszüge]. 變形記 |
Publication / kaf65 |
|
| 1979 |
[Kafka, Franz]. Cheng bao. Kafuka zhu ; Huang Wenfan yi. (Taibei : Yuan jing chu ban she, 1979). Übersetzung von Kafka, Franz. Das Schloss. (München : Wolff, 1926). [Geschrieben 1922]. 城堡 |
Publication / Kaf101 |
|
| 1979 |
Wai guo duan pian xiao shuo xuan. Yi Shuquan [et al.] xuan bian. (Changsha : Hunan ren min chu ban she, 1979). [Übersetzungen von westlichen Kurzgeschichten]. [Enthält] : Schiller, Friedrich. Der…
Wai guo duan pian xiao shuo xuan. Yi Shuquan [et al.] xuan bian. (Changsha : Hunan ren min chu ban she, 1979). [Übersetzungen von westlichen Kurzgeschichten]. [Enthält] : Schiller, Friedrich. Der Verbrecher aus verlorener Ehre. In : Schiller, Friedrich. Kleine prosaische Schriben. (Leipzig : Crusius, 1792). Zweig, Stefan. Gouvernante. In : Zweig, Stefan. Erstes Erlebnis : vier Geschichten aus dem Kinderland. (Leipzig : Insel-Verlag, 1925). Kafka, Franz. Die Verwandlung. (Leipzig : K. Wolff, 1915).
外国短篇小说选 |
Publication / YiS1 |
|
Sekundärliteratur (33)
| Jahr | Bibliografische Daten | Typ / Abkürzung | Verknüpfte Daten |
|---|---|---|---|
| 1944 | Sun, Jinsan. Cong Kafuka shuo qi. In : Shi yu chao wen yi ; vol. 4, no 3 (1944). [Erster Artikel über Franz Kafka]. | Publication / SunJ1 |
|
| 1960 |
[Slochower, Harry]. Kafuka he Tangmusi Man de yun yong shen hua. Jiang Sen yi. In : Xian dai wen xue ; no 1 (1960). Übersetzung von Slochower, Harry. The use of myth in Kafka and Mann. 卡夫卡和汤姆斯。曼的运用神话 |
Publication / TM56 |
|
| 1968 |
Xian dai xiao shuo lun. Kamiao [et al.] deng zhu ; He Xin [et al.] yi. (Taibei : Shi yue chu ban she, 1968). (Shi yue cong shu ; 5). [Sammelband von 25 Artikeln über westliche moderne…
Xian dai xiao shuo lun. Kamiao [et al.] deng zhu ; He Xin [et al.] yi. (Taibei : Shi yue chu ban she, 1968). (Shi yue cong shu ; 5). [Sammelband von 25 Artikeln über westliche moderne Literatur].
[Enthält] : Camus, Albert. Lun Kafuka. Shan Ling yi. Übersetzung von Camus, Albert. L'espoir et l'absurde dans l'oeuvre de Franz Kafka. In : Camus, Albert. Le mythe de Sisyphe. Nouv. éd. augm. d'une étude sur Franz Kafka. (Paris : Gallimard, 1948). (Essais ; 12). 現代小說論 |
Publication / CamA33 |
|
| 1969 |
Kafuka lun. Zhou Bonai bian zhu. (Taizhong : Pu tian chu ban she, 1969). (Pu tian wen ku ; 9). Abhandlung über das Werk von Franz Kafka. 卡夫卡論 |
Publication / Kaf45 |
|
| 1969 |
[Hubben, William]. Ren lei ming yun si qi shi : Tositoyefusiji, Qigeguo, Nicai yu Kafuka. Weilian Haben zhu ; Yang Naidong yi. (Taibei : Shui niu chu ban she, 1969). (Shui niu wen ku ; 113).…
[Hubben, William]. Ren lei ming yun si qi shi : Tositoyefusiji, Qigeguo, Nicai yu Kafuka. Weilian Haben zhu ; Yang Naidong yi. (Taibei : Shui niu chu ban she, 1969). (Shui niu wen ku ; 113). Übersetzung von Hubben, William. Four prophets of our destiny : Kierkegaard, Dostoyevsky, Nietzsche, Kafka. (New York, N.Y. : Macmillan, 1952).
人類命運四騎士 -- 陀斯妥也夫斯基,齊克果,尼采與卡夫卡 |
Publication / Nie220 |
|
| 1979 | Ding, Fang ; Shi, Wen. Kafuka he ta de zuo pin. In : Shi jie wen xue ; 1 (1979). [Kafka und sein Werk]. | Publication / Kaf60 |
|
| 1979 |
[Singer, Isaac Bashevis]. Kafuka de peng you : Yisa Xinge duan pian jie zuo ji. Xinge zhuan ; Yang Naidong yi. (Taibei : Zhi wen chu ban she, 1979). (Xin chao wen ku ; 217). Übersetzung von Singer,…
[Singer, Isaac Bashevis]. Kafuka de peng you : Yisa Xinge duan pian jie zuo ji. Xinge zhuan ; Yang Naidong yi. (Taibei : Zhi wen chu ban she, 1979). (Xin chao wen ku ; 217). Übersetzung von Singer, Isaac Bashevis. A friend of Kafka and other stories. (New York, N.Y. : Farrar, Straus & Giroux, 1970).
卡夫卡的朋友 : 伊撒.辛格短篇傑作集 |
Publication / Sing6 |
|
| 1981 |
[Brod, Max]. Liu mang ji tuan. Yang Yin'en yi. In : Wai guo wen xue ; no 2 (1981). Übersetzung von Brod, Max. Über Franz Kafka. In : Almanach für Kunst und Dichtung (1927). 流氓集團 |
Publication / Kaf84 |
|
| 1982 |
Kafuka. Liang Shiqiu zhu bian ; Sanye Damu zuo zhe ; Gen Yanping yi zhe ; Chen Zhumin cha tu. (Taibei : Ming ren chu ban shi ye gu fen you xian gong, 1982). (Ming ren wei ren zhuan ji quan ji ; 70).…
Kafuka. Liang Shiqiu zhu bian ; Sanye Damu zuo zhe ; Gen Yanping yi zhe ; Chen Zhumin cha tu. (Taibei : Ming ren chu ban shi ye gu fen you xian gong, 1982). (Ming ren wei ren zhuan ji quan ji ; 70). [Biographie von Franz Kafka].
卡夫卡 |
Publication / Kaf48 |
|
| 1982 | Ye, Tingfang. Xi fang xian dai yi shu de tan xian zhe : lun Kafuka de yi shu te zheng. In : Wen yi yan jiu ; no 6 (1982). [Über Kafkas künstlerische Charakteristik]. | Publication / YeT10 |
|
| 1983 | Sun, Kunrong. Lun Kafuka de xiao shuo. In : Beijing da xue xue bao ; no 2 (1983). [Über Kafkas Werk]. | Publication / SunK10 |
|
| 1984 |
Lee, Joo-dong. Taoistische Weltanschauung im Werke Franz Kafkas. (Frankfurt a.M. : P. Lang, 1985). (Würzburger Hochschulschriften zur neueren deutschen Literaturgeschichte ; 8). Diss.…
Lee, Joo-dong. Taoistische Weltanschauung im Werke Franz Kafkas. (Frankfurt a.M. : P. Lang, 1985). (Würzburger Hochschulschriften zur neueren deutschen Literaturgeschichte ; 8). Diss. Julius-Maximilians-Univ. zu Würzburg, 1985.
|
Publication / Lee10 |
|
| 1986 | Meng, Weiyan. Kafka und China. (München : Iudicium, 1986). (Studien Deutsch ; Bd. 4). Diss. Ludwig-Maximilians-Univ. München, 1986. | Publication / Kaf2 |
|
| 1986 |
Ye, Tingfang. Xian dai yi shu di tan xian zhe. (Guangzhou : Hua cheng chu ban she, 1986). [Abhandlung über Franz Kafka und Bertolt Brecht]. 现代艺术的探险者 |
Publication / Kaf52 |
|
| 1986 |
Yang, Wuneng. Franz Kafka und die Wandlungen der Rezeption deutscher Literatur in China. In : Deutsche Literatur in der Weltliteratur : Kulturnation statt politischer Nation ? Hrsg. von Franz Norbert…
Yang, Wuneng. Franz Kafka und die Wandlungen der Rezeption deutscher Literatur in China. In : Deutsche Literatur in der Weltliteratur : Kulturnation statt politischer Nation ? Hrsg. von Franz Norbert Mennemeier, Conrad Wiedemann. (Tübingen : M. Niemeyer, 1986).
|
Publication / Kaf103 |
|
| 1988 |
[Wagenbach, Klaus]. Kafuka zhuan. Kelaosi Wagenbahe zhu ; Zhou Jianming yi. (Beijing : Beijing shi yue wen yi chu ban she, 1988). Übersetzung von Wagenbach, Klaus. Franz Kafka in Selbstzeugnissen und…
[Wagenbach, Klaus]. Kafuka zhuan. Kelaosi Wagenbahe zhu ; Zhou Jianming yi. (Beijing : Beijing shi yue wen yi chu ban she, 1988). Übersetzung von Wagenbach, Klaus. Franz Kafka in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Dargestellt von Klaus Wagenbach. (Reinbek bei Hamburg : Rowohlt, 1964). (Rowohlts Monographien ; 91).
卡夫卡傳 |
Publication / Kaf41 |
|
| 1988 |
Ye, Tingfang. Lun Kafuka. (Beijing : Zhongguo she hui ke xue chu ban she, 1988). Abhandlung über das Werk von Frank Kafka. 论卡夫卡 |
Publication / Kaf44 |
|
| 1991 | Zha, Peide. Modernism Eastward : Franz Kafka and Can Xue. In : B.C. Asian review ; vol. 5 (1991). | Publication / Kaf61 |
|
| 1993 |
Ye, Tingfang. Xian dai wen xue zhi fu : Kafuka ping zhuan. (Haikou : Hainan chu ban she, 1993). (Shi jie wen xue ping jie cong shu ; 6). [Biographie von Franz Kafka]. 现代文学之父 : 卡夫卡评传 |
Publication / Kaf43 |
|
| 1994 |
Yang, Hengda. Cheng bao li mi wang di qiu suo : Kafuka zhuan. Yang Hengda bian zhu. (Shanghai : Shi jie tu shu chu ban gong si, 1994). (Shi jie wen hua ming ren zhuan ji cong shu). Biographie von…
Yang, Hengda. Cheng bao li mi wang di qiu suo : Kafuka zhuan. Yang Hengda bian zhu. (Shanghai : Shi jie tu shu chu ban gong si, 1994). (Shi jie wen hua ming ren zhuan ji cong shu). Biographie von Franz Kafka.
卡夫卡传 : 城堡里迷惘的求索 |
Publication / Kaf40 |
|