Woitsch, Leopold

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(Ottensheim 1868-1939 Wien) : Privatdozent für chinesische Sprache und Literatur und mandjurische Sprache

Namensalternative(n)

Woitsch, Leopold Karl

Themengebiete (2)

  • Namen-Index › Westen
  • Sinologie und Asienkunde › Europa › Österreich

Chronologische Einträge (7)

Jahr Text Verknüpfte Daten
1890-1893 Leopold Woitsch studiert Mathematik, Physik und Astronomie an den Universitäten Wien und Innsbruck.
18??-1893 Leopold Woitsch studiert Mathematik, Physik und Astronomie an den Universitäten Innsbruck und Wien.
1893 Leopold Woitsch promoviert mit einer astronomischen Arbeit an der Universität Wien.
1904-1909
Leopold Woitsch ist Kanzleibeamter an der österreichisch-ungarischen Gesandtschaft in Beijing. Erbeschäftigt sich mit der chinesischen Umgangssprache, mit Mandschu und der Lektürechinesischer…
Leopold Woitsch ist Kanzleibeamter an der österreichisch-ungarischen Gesandtschaft in Beijing. Er
beschäftigt sich mit der chinesischen Umgangssprache, mit Mandschu und der Lektüre
chinesischer Klassiker und Dichter.
1909-1934 Leopold Woitsch ist Dozent für chinesische Sprache und Literatur, sowie Mandschu an der Universität Wien.
1909 Leopold Woitsch scheidet aus dem diplomatischen Dienst aus. Er habilitiert sich an der Universität Wien mit dem Vortrag Die Dichter der Tang-Dynastie. Er wird Privatdozent für Chinesisch und Mandschu.
1922
Ehrenstein, Albert. Schi-king : das Liederbuch Chinas [ID D12457].Quellen : Rückert, Friedrich. Schi-king oder chinesische Lieder [ID D4634]. Strauss, Victor von. Schi-king : das kanonische…
Ehrenstein, Albert. Schi-king : das Liederbuch Chinas [ID D12457].
Quellen : Rückert, Friedrich. Schi-king oder chinesische Lieder [ID D4634]. Strauss, Victor von. Schi-king : das kanonische Liederbuch der Chinesen [ID D4648].

Ehrenstein schreibt : Die hier mitgeteilten Übersetzungen aus dem Schi-king greifen meist auf Rückert zurück… [ID D4634]. Rückerts Nachdichtung übertrifft… die philologisch wertvollere, dichterisch schwächere Professorenarbeit von Victor Strauss [ID D4648] weitaus. Wenn auch Strauss durch Kenntnis des Originals und seiner Kommentare vor jenen Verballhornungen und krassen Missverständnissen gefeit ist, denen der auf eine ungefähre wörtliche Inhaltsangabe chinesischer Gedichte als einzige, sehr oft trübe Quelle angewiesene Rückert auf Schritt und Tritt ausgesetzt war…
Die gelben Lieder waren für den Gesang bestimmt, reich an Variationen, Wiederholungen, Refrain. Sie hatten keinen Rhythmus, aber fast immer Reim… Ich bemühte mich, den von mir erwählten hundert Gedichten durch Kürzungen, lebendigeren Rhythmus, Entfernung sinnstörender Zutaten, Umbau, in vielen Fällen durch Neudichtung etwas von der sinnlicheren Unmittelbarkeit der ersten Schöpfung wiederzugeben.
Ich vermied es, zeremonielle Dichtungen aufzunehmen oder gar nur dem historischen Spezialisten und Sinologen verständliche Verse, die der Chinesischemauerlangenweile von Anmerkungen bedurft hätten…

Hans Bethge schreibt 1923 : Ehrenstein geht in seinen Nachdichtungen auf eine alte, äusserst schwerfällige deutsche Prosaquelle zurück. Er hat seine Vorlagen verlebendigt, vergeistigt, und nun stehen melancholische Rhytmen von ganz Ehrensteinschem Duktus da, eigenwillig, modern und doch uralt, umstrahlt von einem Glänzen aus dem grossen Reiche der Mitte.

Leopold Woitsch schreibt 1924 : Ehrensteins Nachdichtungen, eine "Veredlung" wörtlicher Interlinearversionen nennt er sie, sind weiter nichts, als eine ohne Rücksicht auf den chinesischen Text und noch dazu in peius geänderte Umarbeitung mit ganz willkürlichen Auslassungen, bzw. ein stellenweise ungenauer Abdruck der erwähnten Arbeiten Pfizmaiers... Es ist aber fürwahr nicht der wahre Pu Chü-i [Bo Juyi], den Ehrenstein uns zeigt, sondern nichts als eine geradezu klägliche Karikatur des grossen chinesischen Dichters und Staatsmannes.

Ingrid Schuster : Albert Ehrensteins erste Sammlung chinesischer Gedichte trägt noch keinen politisch-sozialen Charakter.
Es geht Albert Ehrenstein um Wahrheit und Menschlichkeit und um die Unterdrückten. Als heftiger Kriegsgegener resigniert er zusehends und veröffentlicht Essays und Übersetzungen aus dem Chinesischen.

Bibliografie (8)

Jahr Bibliografische Daten Typ / Abkürzung Verknüpfte Daten
1908 Woitsch, Leopold. Zum Pekinger suhua. Teil 1. (Peking : [s.n.], 1908). Publication / WOL1
1908 Po, Chü-i [Bo, Juyi]. Aus den Gedichten Po Chü-i's. Von L[eopold] Woitsch. (Peking : [s.n.], 1908). Publication / WOL3
1908 Woitsch, Leopold. Einige hsieh-hou-yü. (Peking : [s.n.], 1908). [Xie hou yu]. Publication / WOI5
1909 Woitsch, L[eopold]. Contributions à la connaissance du langage de Pékin. (Pékin : Imprimerie des Lazaristes, 1909). Publication / WOL4
1921 Woitsch, Leopold. Beiträge zur Kenntnis der Pekinger Umgangssprache. (Wien : Selbstverlag, 1921). (Varia sinica ; H. 1). Publication / WOL9
1922 Po, Chü-i. Gedichte. Aus dem Chinesischen übersetzt von L[eopold] Woitsch. (Wien :
Selbstverlag,
1922). (Varia sinica ; H. 2).
Publication / WOL6
1924 Woitsch, L[eopold]. Beiträge zur Lexikographie des Chinesischen. In : Acta orientalia ; 2 (1924). Publication / WOL7
1925 Po, Chü-i [Bo, Juyi]. Lieder eines chinesischen Dichters und Trinkers. Übertragen von
L[eopold] Woitsch ; mit Illustrationen von Richard Hadl. (Leipzig : Verlag der Asia Major, 1925).
Publication / WOL2