1921

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Jahr

1921

Text

Franz Kafka erhält Besuch von Gustav Janouch und berichtet über ihr Gespräch. Kafka sagte, er habe sich ziemlich tief und lange mit dem Taoismus beschäftigt und alle deutschen Übersetzungen in dieser Richtung gelesen, die bei Diederichs in Jena herauskamen [Richard Wilhelm]. Als Janouch sagte, dass eine Stelle im Das wahre Buch vom südlichen Blütenland [ID D4447] von Zhuangzi für ihn „zu tief“ sei antwortet Kafka : Das ist normal. Die Wahrheit ist immer ein Abgrund. Man muss – wie auf der Schwimmschule – den Sprung von dem schwankenden Brett der schmalen Alltagserfahrung wagen und in die Tiefe versinken, um dann – lachend nach Atem ringend – an der nun doppelt lichtdurchfluteten Oberfläche der Dinge aufzutauchen.

Erwähnte Personen (1)

Themengebiete (1)

  • Literatur › Westen › Österreich

Dokumente (1)

Jahr Bibliografische Daten Typ / Abkürzung Verknüpfte Daten
1986 Meng, Weiyan. Kafka und China. (München : Iudicium, 1986). (Studien Deutsch ; Bd. 4). Diss. Ludwig-Maximilians-Univ. München, 1986. S. S. 46 Publication / Kaf2