1711-1714

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Jahr

1711-1714

Text

Joachim Bouvet arbeitet mit Jean-François Foucquet, Joseph Henri-Marie de Prémare und anderen Missionaren an der Erforschung des Yi jing. Pierre Vincent de Tartre und Kilian Stumpf halten die Arbeiten am Yi jing für eine Gefahr für die Mission. Als ihr Druck auf Jean-François Foucquet und Joachim Bouvet zu gross wird, entschliesst sich Jean-François Foucquet China zu verlassen. Er tritt später aus dem Jesuitenorden aus.
Bouvet erforscht die klassischen Bücher wie Yi jing und Shu jing. Er hält es für falsch, dass das Yi jing als ein Buch des Aberglaubens aufgefasst wird, es enthält für ihn die ganz reine Philosophie und Weisheit des Altertums und er sieht darin ein vollkommenes System der chinesischen Metaphysik. Er ist überzeugt, dass die Chinesen den Glauben an Jesus Christus annehmen würden und meint, die Chinesen hätten den wahren Glauben an Gott verloren, weil ihnen die originale Bedeutung ihrer Schriftzeichen verloren gegangen sei. Bouvet sieht eine Beziehung zwischen dem tieferen Sinn der chinesischen Schriftszeichen und den religiösen Vorstellungen. Die ursprünglichen metaphysischen Ideen und Prinzipien, die in den Schriftzeichen enthalten sind, seien vergessen worden.

Erwähnte Personen (5)

Themengebiete (2)

  • Philosophie › China › Konfuzianismus und Neokonfuzianismus
  • Sinologie und Asienkunde › Europa › Frankreich

Dokumente (2)

Jahr Bibliografische Daten Typ / Abkürzung Verknüpfte Daten
1962 Ho, John. Quellenuntersuchung zur Chinakenntnis bei Leibniz und Wolff. (Hong Kong : Lai Hing, 1962). Diss. Univ. Zürich, 1962. S. S. 39-43 Publication / HoJ1
2003- Biographisch-bibliographisches Kirchenlexikon. Hrsg. von Friedrich-Wilhelm Bautz ; fortgeführt von Traugott Bautz. (Herzberg : BBKL, 1990-).
bautz.de.
Web / BBKL