Jahr
1609
Text
Matteo Ricci schreibt in einem Brief in Macao : In alter Zeit haben sie [die Chinesen] das natürliche Gesetz ebenso genau befolgt wie wir in unsern Ländern. Während tausendfünfhundert Jahren hat dieses Volk kaum die Götzen verehrt oder nur solche, die nicht so verwerflich sind wie jene im alten Ägypten, Griechenland und Rom. Gewisse Gottheiten waren sogar sehr tugendhaft und für ihre guten Werke bekannt. In der Tat verehren sie in den einflussreichsten und ältesten Büchern ihrer Gelehrten nur den Himmel und die Erde und den Herrn beider. Bei genauer Untersuchung findet man in ihren Büchern weniges, was dem Licht der natürlichen Vernunft widerspricht, und vieles was ihr gemäss ist. Ausserdem sind ihre Naturphilosophen nicht schlechter als andere.
Erwähnte Personen (1)
Themengebiete (2)
- Religion › Allgemein
- Sinologie und Asienkunde › Europa › Italien
Dokumente (1)
| Jahr | Bibliografische Daten | Typ / Abkürzung | Verknüpfte Daten |
|---|---|---|---|
| 1996 |
Rhie, Donghie. Der in die Natur versenkte Geist : Hegels Beurteilung der chinesischen Welt im Zusammenhang mit seiner Reflexion auf die Einheit von Geist und Natur. (Frankfurt a.M. : Lang, 1996).…
S. S. 35
Rhie, Donghie. Der in die Natur versenkte Geist : Hegels Beurteilung der chinesischen Welt im Zusammenhang mit seiner Reflexion auf die Einheit von Geist und Natur. (Frankfurt a.M. : Lang, 1996). (Europäische Hochschulschriften ; Reihe 20. Philosophie ; Bd. 515).
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Publication / Rhie1 |
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