Jahr
1730
Text
Wolff, Christian. De rege philosophante et philosopho regnante [Von den Regenten, die sich der Weltweisheit befleissigen, und von den Weltweisen, die das Regiment führen]. Vorlesung an der Universität Marburg.
Michael Albrecht : Wolff belegt seine staatsphilosophischen Gedanken mit chinesischen Beispielen. Dabei werden im wesentlichen die Aussagen seiner Rede wiederholt.
Julia China : Wolffs Einfluss wird in ganz Deutschland spürbar, und zwar nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in der praktischen Politik. In der Vorlesung entfaltet er seine Ansichten über das 'philosophische Königtum', eine Theorie, die schon Platon aufgestellt hat und die Wolff in China verwirklicht sieht. Wie schon bei seiner ersten Vorlesung stimmt Wolffs Wertschätzung der chinesischen Moral und Politik überein, er betrachtet Politik ja hauptsächlich als politische Ethik, eine Wertschätzung, die auf seiner positiven Enstellung zur menschlichen Natur und zur Vernunft des Menschen beruht. Hier liegt auch der Grund, warum er eine auf naturrechtlichen Prinzipien gegründete Rechtsphilosophie entwickeln kann. Wolff hoffte, die europäischen Herrscher würden versuchen, das chinesische Modell zu imitieren, und sich dadurch in ihren politischen Entscheidungen wie auch in der Auswahl ihrer Berater mehr von philosophischer Urteilskraft leiten lassen.
Michael Albrecht : Wolff belegt seine staatsphilosophischen Gedanken mit chinesischen Beispielen. Dabei werden im wesentlichen die Aussagen seiner Rede wiederholt.
Julia China : Wolffs Einfluss wird in ganz Deutschland spürbar, und zwar nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in der praktischen Politik. In der Vorlesung entfaltet er seine Ansichten über das 'philosophische Königtum', eine Theorie, die schon Platon aufgestellt hat und die Wolff in China verwirklicht sieht. Wie schon bei seiner ersten Vorlesung stimmt Wolffs Wertschätzung der chinesischen Moral und Politik überein, er betrachtet Politik ja hauptsächlich als politische Ethik, eine Wertschätzung, die auf seiner positiven Enstellung zur menschlichen Natur und zur Vernunft des Menschen beruht. Hier liegt auch der Grund, warum er eine auf naturrechtlichen Prinzipien gegründete Rechtsphilosophie entwickeln kann. Wolff hoffte, die europäischen Herrscher würden versuchen, das chinesische Modell zu imitieren, und sich dadurch in ihren politischen Entscheidungen wie auch in der Auswahl ihrer Berater mehr von philosophischer Urteilskraft leiten lassen.
Erwähnte Personen (1)
Themengebiete (1)
- Philosophie › Europa › Deutschland