Jahr
1726
Text
Lange, Joachim. Nova anatome, seu idea analytica systematis metaphysici Wolfiani [ID D16840].
Lange schreibt über Oratio de Sinarum philosophia practica in solemni Panegyri recitata von Christian Wolff [ID D1812] : „Vernunfft in Philosophischen Dingen blind, und weder Kraut noch Pflaster seinen krancken Verstand zu heilen geschickt seye“
Michael Albrecht : Lange sagt, dass Wolff in seiner Rede behaupte "Die Sineser sind die allergröbsten Atheisten unter der Sonne", dass Wolff die Chinesen und auch Konfuzius für Atheisten halte, obwohl das eine Beleidigung der Chinesen sei. Wolff sage : "Die Sineser sind die allerweisesten und allertugendsamsten Leute, welche allen übrigen Nationen in der Welt, zum Exempel der Nachfolge dienen". Die Differenzierung in einer von Wolffs Anmerkungen, wonach die Chinesen zwar keine Gottesleugner sind, aber eine verworrene Gottesvorstellung haben, wird von Lange als 'Atheismus aus Unwissenheit' aufgefasst ; mit einer solchen Unwissenheit könne sich aber weder Weisheit noch Tugend verbinden. Wolff begünstige oder lehre den Atheismus nicht, seine Lehre führe aber zum Atheismus. Auch meint Lange, dass die klassichen Bücher der Chinesen, es nicht wert seien, gelesen zu werden und dass Wolff behaupte, die chinesische Schule der Kleineren sei eine Schule für Tiere.
Lange schreibt über Oratio de Sinarum philosophia practica in solemni Panegyri recitata von Christian Wolff [ID D1812] : „Vernunfft in Philosophischen Dingen blind, und weder Kraut noch Pflaster seinen krancken Verstand zu heilen geschickt seye“
Michael Albrecht : Lange sagt, dass Wolff in seiner Rede behaupte "Die Sineser sind die allergröbsten Atheisten unter der Sonne", dass Wolff die Chinesen und auch Konfuzius für Atheisten halte, obwohl das eine Beleidigung der Chinesen sei. Wolff sage : "Die Sineser sind die allerweisesten und allertugendsamsten Leute, welche allen übrigen Nationen in der Welt, zum Exempel der Nachfolge dienen". Die Differenzierung in einer von Wolffs Anmerkungen, wonach die Chinesen zwar keine Gottesleugner sind, aber eine verworrene Gottesvorstellung haben, wird von Lange als 'Atheismus aus Unwissenheit' aufgefasst ; mit einer solchen Unwissenheit könne sich aber weder Weisheit noch Tugend verbinden. Wolff begünstige oder lehre den Atheismus nicht, seine Lehre führe aber zum Atheismus. Auch meint Lange, dass die klassichen Bücher der Chinesen, es nicht wert seien, gelesen zu werden und dass Wolff behaupte, die chinesische Schule der Kleineren sei eine Schule für Tiere.
Erwähnte Personen (2)
Themengebiete (1)
- Philosophie › Europa › Deutschland