Jahr
1916
Text
Richard Dehmel schreibt in einem Brief an Rudolf Frank : Was ich von Li-tai-pe benutzt habe, können Sie in der Sammlung Chinesische Lyrik von Hans Heilmann nachlesen. Ich habe natürlich, da sich die Bauart chinesischer Verse überhaupt in keiner europäischen Sprache wiedergeben lässt, sehr frei übertragen, und z.B. in der Fernen Laute und in Frühlingsrausch Motive aus verschiedenen Gedichten von Li-tai-pe in ein Gefüge zusammengefasst, wobei sich auch der Sinn- und Gefühlgsgehalt ziemlich stark geändert hat. Aber die Bauart der Strophen hätten Sie schon in manchem früheren Gedicht von mir entdecken können…
Später schreibt er an Julius Bab : Gedichte nach Li-tai-pe kenn ich schon mehrere Dutzend und trage kein Verlangen nach mehr ; wer aus diesem alten Chinesen keinen neuen Menschen zu gestalten vermag, was allein durch die Rhythmik eigenster Gefühlskraft möglich ist, der sollte sich nicht an ihm vergreifen.
Später schreibt er an Julius Bab : Gedichte nach Li-tai-pe kenn ich schon mehrere Dutzend und trage kein Verlangen nach mehr ; wer aus diesem alten Chinesen keinen neuen Menschen zu gestalten vermag, was allein durch die Rhythmik eigenster Gefühlskraft möglich ist, der sollte sich nicht an ihm vergreifen.
Erwähnte Personen (1)
Themengebiete (1)
- Literatur › Westen › Deutschland