Jahr
1922
Text
Zhao Jingshen. Jiao yu tong hua jia Gelin di xiong zhuan lue [ID D15720].
Zhao schreibt : MĂ€rchen bedeuten ErzĂ€hlungen fĂŒr Kinder. Wenn ErzĂ€hlungen fĂŒr Kinder unter pĂ€dagogischen Aspekten ausgewĂ€hlt sind, dann gelten sie als pĂ€dagogische MĂ€rchen.
Liang Yea-yen : Zhao beschreibt den Erfolg der BrĂŒder Grimm nicht nur als MĂ€rchensammler, sondern auch wegen ihrer Leistungen als Germanisten.
Zhao meint : Zu sehr kuriose MĂ€rchen gefĂ€hrden Kinderseelen, da das EingeprĂ€gte nicht leicht vergehe. Die von den BrĂŒder Grimm ausgesuchten ErzĂ€hlungen beschrĂ€nken sich im Rahmen kindlicher Erfahrungen und hinterlassen daher keine negativen Wirkungen. Das kindliche Leben sei unbehelligt und fröhlich. Wenn grauenerregende Dinge das Kind beeindrucken, wĂŒrde diese Sorglosigkeit zerstört. Bei den Grimmschen MĂ€rchen sei dies nicht der Fall ; selbst das ĂbernatĂŒrliche erzeuge keinen Schrecken, sondern fördere im Gegenteil den Charakter des Kindes. Zum Beispiel werde im MĂ€rchen das Kind, das Alten geholfen habe, vom Engel mit SchĂ€tzen belohnt. Obwohl die eigentliche Intention der MĂ€rchen nicht Lehrhaftigkeit sei, könnten diese, wenn der Stoff es anbiete, doch so eingesetzt werden.
Nicht alle MĂ€rchen eignen sich fĂŒr Kinder, in deutschen ErzĂ€hlungen seien bestimmt auch ordinĂ€re Formulierungen enthalten, die die BrĂŒder Grimm gestrichen hĂ€tten.
Zhao schreibt : MĂ€rchen bedeuten ErzĂ€hlungen fĂŒr Kinder. Wenn ErzĂ€hlungen fĂŒr Kinder unter pĂ€dagogischen Aspekten ausgewĂ€hlt sind, dann gelten sie als pĂ€dagogische MĂ€rchen.
Liang Yea-yen : Zhao beschreibt den Erfolg der BrĂŒder Grimm nicht nur als MĂ€rchensammler, sondern auch wegen ihrer Leistungen als Germanisten.
Zhao meint : Zu sehr kuriose MĂ€rchen gefĂ€hrden Kinderseelen, da das EingeprĂ€gte nicht leicht vergehe. Die von den BrĂŒder Grimm ausgesuchten ErzĂ€hlungen beschrĂ€nken sich im Rahmen kindlicher Erfahrungen und hinterlassen daher keine negativen Wirkungen. Das kindliche Leben sei unbehelligt und fröhlich. Wenn grauenerregende Dinge das Kind beeindrucken, wĂŒrde diese Sorglosigkeit zerstört. Bei den Grimmschen MĂ€rchen sei dies nicht der Fall ; selbst das ĂbernatĂŒrliche erzeuge keinen Schrecken, sondern fördere im Gegenteil den Charakter des Kindes. Zum Beispiel werde im MĂ€rchen das Kind, das Alten geholfen habe, vom Engel mit SchĂ€tzen belohnt. Obwohl die eigentliche Intention der MĂ€rchen nicht Lehrhaftigkeit sei, könnten diese, wenn der Stoff es anbiete, doch so eingesetzt werden.
Nicht alle MĂ€rchen eignen sich fĂŒr Kinder, in deutschen ErzĂ€hlungen seien bestimmt auch ordinĂ€re Formulierungen enthalten, die die BrĂŒder Grimm gestrichen hĂ€tten.
ErwÀhnte Personen (2)
Themengebiete (1)
- Literatur âș Westen âș Deutschland
Dokumente (1)
| Jahr | Bibliografische Daten | Typ / AbkĂŒrzung | VerknĂŒpfte Daten |
|---|---|---|---|
| 1986 | Liang, Yea-jen. Kinder- und HausmĂ€rchen der BrĂŒder Grimm in China : Rezeption und Wirkung. (Wiesbaden : O. Harrassowitz, 1986). S. S. 77-79 | Publication / LiaY |
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