Jahr
1921
Text
Zhang Zisheng. Lun tong hua [ID D15719].
Zhang Zisheng schreibt : MĂ€rchen ist eine auf primitiven Gedanken und Sitten beruhende literarische Gattung.
Liang Yea-yen : Zhang vergleicht MĂ€rchen mit Mythos und Sage, geht dessen Entstehung nach, stellt einige Typen sowie Untergruppen dar und hebt deren Bedeutung fĂŒr Kinder hervor. Er meint, MĂ€rchen seien der kindlichen Seele angemessen, besĂ€ssen besonderen Wert in der Elementar- und Kunsterziehung. Als erste hĂ€tten deutsche PĂ€dagogen die MĂ€rchen benutzt, um Kleinkinder zu bilden. Da dies wirkungsvoll zu sein schien, folgten die weiteren westlichen LĂ€nder dem deutschen Beispiel, ebenso Japan in seinen KindergĂ€rten. Die weltweit verbreitete Anwendung zeigte eine unsagbare Wirkung des MĂ€rchens.
Mit der ErzĂ€hlung Der Wolf und die sieben jungen Geisslein der BrĂŒder Grimm wollen die deutschen PĂ€dagogen die Mutter-Kind-Liebe wecken, indem sie aufgrund der Handlung das Moralische andeuten. Darauf folgt die Einsicht, das schlichte soziale Leben des MĂ€rchens könne bei Kindern zur Sozialisation beitragen und als sinnvolle Vorbereitung fĂŒr spĂ€teres gesellschaftliches Zusammenleben dienen. Ferner sollten MĂ€rchen durch ihre ĂŒbernatĂŒrlichen Gedanken das religiöse Bewusstsein fördern, Bezeichnungen der Tiere und Pflanzen anbieten, sowie rationale sinnliche Anschauungen vermitteln, um kognitives Lernen zu ergĂ€nzen.
Dennoch macht Zhang darauf aufmerksam dass, um pĂ€dagogische Intention zu erreichen, beim MĂ€rchenerzĂ€hlen lediglich die eigentliche Handlung geschildert werden sollte, das HinzufĂŒgen lehrhafter Worte sei dabei zu vermeiden, denn Kinder könnten das Sinnliche im unrationalistischen MĂ€rchen nachvollziehen.
Zhang Zisheng schreibt : MĂ€rchen ist eine auf primitiven Gedanken und Sitten beruhende literarische Gattung.
Liang Yea-yen : Zhang vergleicht MĂ€rchen mit Mythos und Sage, geht dessen Entstehung nach, stellt einige Typen sowie Untergruppen dar und hebt deren Bedeutung fĂŒr Kinder hervor. Er meint, MĂ€rchen seien der kindlichen Seele angemessen, besĂ€ssen besonderen Wert in der Elementar- und Kunsterziehung. Als erste hĂ€tten deutsche PĂ€dagogen die MĂ€rchen benutzt, um Kleinkinder zu bilden. Da dies wirkungsvoll zu sein schien, folgten die weiteren westlichen LĂ€nder dem deutschen Beispiel, ebenso Japan in seinen KindergĂ€rten. Die weltweit verbreitete Anwendung zeigte eine unsagbare Wirkung des MĂ€rchens.
Mit der ErzĂ€hlung Der Wolf und die sieben jungen Geisslein der BrĂŒder Grimm wollen die deutschen PĂ€dagogen die Mutter-Kind-Liebe wecken, indem sie aufgrund der Handlung das Moralische andeuten. Darauf folgt die Einsicht, das schlichte soziale Leben des MĂ€rchens könne bei Kindern zur Sozialisation beitragen und als sinnvolle Vorbereitung fĂŒr spĂ€teres gesellschaftliches Zusammenleben dienen. Ferner sollten MĂ€rchen durch ihre ĂŒbernatĂŒrlichen Gedanken das religiöse Bewusstsein fördern, Bezeichnungen der Tiere und Pflanzen anbieten, sowie rationale sinnliche Anschauungen vermitteln, um kognitives Lernen zu ergĂ€nzen.
Dennoch macht Zhang darauf aufmerksam dass, um pĂ€dagogische Intention zu erreichen, beim MĂ€rchenerzĂ€hlen lediglich die eigentliche Handlung geschildert werden sollte, das HinzufĂŒgen lehrhafter Worte sei dabei zu vermeiden, denn Kinder könnten das Sinnliche im unrationalistischen MĂ€rchen nachvollziehen.
ErwÀhnte Personen (2)
Themengebiete (1)
- Literatur âș Westen âș Deutschland
Dokumente (1)
| Jahr | Bibliografische Daten | Typ / AbkĂŒrzung | VerknĂŒpfte Daten |
|---|---|---|---|
| 1986 | Liang, Yea-jen. Kinder- und HausmĂ€rchen der BrĂŒder Grimm in China : Rezeption und Wirkung. (Wiesbaden : O. Harrassowitz, 1986). S. S. 74-75 | Publication / LiaY |
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