1979

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Jahr

1979

Text

Marcel Reich-Ranicki hÀlt VortrÀge in China.
Adrian Hsia : Als Reich-Ranicki die Grosse Mauer sah, erinnerte diese ihn ausschliesslich an die Berliner Mauer und die Mauer des Jugendghettos in Warschau, historische GebĂ€ude wirken auf ihn wie BĂŒhnendekorationen in Turandot, und der Himmelstempel gehörte – seiner Meinung nach – schlicht ins Disneyland. Das historische China ist fĂŒr ihn identisch mit der Chinoiserie, die ihn offensichtlich irritierte. Zum zeitgenössischen China hatte er eine vergleichbar Ă€hnliche Haltung. Sein Motto war : "Wer glauben will, glaubt immer weiter". Er glaubte also nichts, was er hörte und sah, das seinen mitgebrachten Klischees widersprach. Es war fast eine Erleichterung, als er doch etwas Positives feststellen konnte : Als er die Radler-Massen in Shanghai sah, fand er den Stereotyp der blauen Ameisen bestĂ€tigt. Anscheinend verkörpert Reich-Ranicki den Eurozentrismus, der alles Fremde automatisch als unwahr und lĂ€cherlich entlarvt

ErwÀhnte Personen (1)

Themengebiete (1)

  • Literatur â€ș Westen â€ș Deutschland

Dokumente (1)

Jahr Bibliografische Daten Typ / AbkĂŒrzung VerknĂŒpfte Daten
1990 Hsia, Adrian. Chinesien - Zur Typologie des anderen China in der deutschen Literatur mit besonderer BerĂŒcksichtigung des 20. Jahrhunderts. In : Arcadia ; Bd. 25, H. 1 (1990). S. S. 55 Publication / Hsia12