1931

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Jahr

1931

Text

Eich, Günter. Der Präsident.
Wei Maoping : Das erste Theaterstück Eichs befasst sich mit der Thematik des Todes. Die Todesphilosophie ist ein fester Bestandteil der westlichen Literatur. Auch Eich, der in der christlichen Tradition aufgewachsen ist, hat die Problematik in sein Werk heineingezogen, Ganz anders ist der Todesbegriff in der chinesischen Gedankenwelt. Ein bestimmter Glaube war niemals zu einer Staatsreligion geworden und weder die Götter noch das Leben nach dem Tod haben je eine grosse Rolle in der chinesischen Kultur gespielt. Die chinesische Philosophie kümmert sich hauptsächlich um die Bewältigung des diesseitigen Lebens. Es gibt aber Berührungspunkte von Eichs Dichtung und der chinesischen Literatur in bezug auf die Einstellung zum Tode. Das Theaterstück verrät mehrfach mögliche Einflüsse taoistischer Philosophie. Es gibt keine Furcht vor dem Tode. Leben und Tod sind im Grunde eins und bilden den Kreislauf des Naturvorgangs. Darin schliesst sich Eich an den Taoismus an. Er schreibt : „Der Tod, das ist der Augenblick, wo die Welt wie am ersten Tag ist“.

Erwähnte Personen (1)

Themengebiete (2)

  • Literatur › Westen › China als Thema
  • Literatur › Westen › Deutschland

Dokumente (1)

Jahr Bibliografische Daten Typ / Abkürzung Verknüpfte Daten
1989 Wei, Maoping. Günter Eich und China : Studien über die Beziehungen des Werks von Günter Eich zur chinesischen Geisteswelt. (Heidelberg : Universität Heidelberg, 1989). Diss. Univ. Heidelberg, 1989. S. S. 113-114 Publication / Eich4