Jahr
1918
Text
Klabund. Irene oder die Gesinnung : ein Gesang [ID D12696].
Anton Zink geht auf die Lehre von Laozi und Zhuangzi ein. Die eigentliche Erlösungshoffnung in diesem Gesang sei an die Güte des Geistes geknüpft. Die Güte sei immer, so interpretiere Klabund, dem Gewalthaften gegenübergestellt worden. Dabei muss betont werden, dass die erstere niemals als Kraftloses, Schwächliches verstanden werden darf, sondern im Gegenteil als die Stärkere angesehen werden muss. Es ist dies die Lehre der chinesischen Weisheit in ihrer taoistischen Ausprägung. Klabund übernimmt das Gedankengut des Ostens voll und ganz in das abendländische Denken… Dabei treten die Ausformungen des Persischen, Indischen, Japanischen usw. gegenüber der Lehre Chinas und hier vor allem der des Laotse [Laozi] vom Tao, weit in den Hintergrund… Dort wo er speziell von der chinesischen Welt spricht… hat er nicht so sehr die konfuzianische Richtung im Auge. Es gehe Klabund weniger um die Darlegung eines abstrakten geistigen Gebäudes, sondern um einen Aufruf an die Menschen dieser zerrissenen Zeit zu gütig - gewaltlosem – verhaltenem Dasein.
Anton Zink geht auf die Lehre von Laozi und Zhuangzi ein. Die eigentliche Erlösungshoffnung in diesem Gesang sei an die Güte des Geistes geknüpft. Die Güte sei immer, so interpretiere Klabund, dem Gewalthaften gegenübergestellt worden. Dabei muss betont werden, dass die erstere niemals als Kraftloses, Schwächliches verstanden werden darf, sondern im Gegenteil als die Stärkere angesehen werden muss. Es ist dies die Lehre der chinesischen Weisheit in ihrer taoistischen Ausprägung. Klabund übernimmt das Gedankengut des Ostens voll und ganz in das abendländische Denken… Dabei treten die Ausformungen des Persischen, Indischen, Japanischen usw. gegenüber der Lehre Chinas und hier vor allem der des Laotse [Laozi] vom Tao, weit in den Hintergrund… Dort wo er speziell von der chinesischen Welt spricht… hat er nicht so sehr die konfuzianische Richtung im Auge. Es gehe Klabund weniger um die Darlegung eines abstrakten geistigen Gebäudes, sondern um einen Aufruf an die Menschen dieser zerrissenen Zeit zu gütig - gewaltlosem – verhaltenem Dasein.
Erwähnte Personen (1)
Themengebiete (2)
- Literatur › Westen › Deutschland
- Philosophie › China › Taoismus
Dokumente (2)
| Jahr | Bibliografische Daten | Typ / Abkürzung | Verknüpfte Daten |
|---|---|---|---|
| 1957 | Zink, Anton. Polarität und Einheit bei Klabund : Versuch einer Deutung. (Freiburg i.B. : MS, 1957). Diss. Univ. Freiburg i.B., 1957. S. S. 108-116 | Publication / Zink1 |
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| 1992 |
Epkes, Gerwig. "Der Sohn hat die Mutter gefunden..." : die Wahrnehmung des Fremden in der Literatur des 20. Jahrhunderts am Beispiel Chinas. (Würzburg : Königshausen und Neumann, 1992). (Epistemata.…
S. S. 64
Epkes, Gerwig. "Der Sohn hat die Mutter gefunden..." : die Wahrnehmung des Fremden in der Literatur des 20. Jahrhunderts am Beispiel Chinas. (Würzburg : Königshausen und Neumann, 1992). (Epistemata. Würzburger wissenschaftliche Schriften. Reihe Literaturwissenschaft ; Bd. 79). Diss. Univ. Freiburg i.B., 1990.
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Publication / Epk |
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