1930

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Jahr

1930

Text

Hesse, Hermann. Die chinesische Weisheit. In : Die Propyläen ; Jg. 28 (1903-1931).
Hermann Hesse schreibt : Die Weisheit dieser alten Chinesen ist, wie jede Weisheit, zum Teil Tugendlehre ; dies ist der konfuzianische Teil der chinesischen Philosophie. Zum Teil aber ist sie auch Mystik, Ergebnis einsamer Meditation und Vorstoss in die glühendsten Regionen seelischen Lebens – dies ist der taoistische Teil. Gemeinsam ist beiden der Geist der Ehrfurcht und Lauterkeit, der Verzicht auf jedes Schönsein und jede Sophistik, und eine gewisse über allem schwebende Heiterkeit, eine gewisse Diesseitigkeit oder Weltfrömmigkeit, ausserdem ist diese Weisheit bildhaft und nicht abstrakt, und wird oft zu märchenhafter Gleichnis-Dichtung wie etwa bei Dschang Dsi [Zhuangzi].

Erwähnte Personen (1)

Themengebiete (3)

  • Literatur › Westen › Deutschland
  • Philosophie › China › Konfuzianismus und Neokonfuzianismus
  • Philosophie › China › Taoismus

Dokumente (1)

Jahr Bibliografische Daten Typ / Abkürzung Verknüpfte Daten
1974 Hsia, Adrian. Hermann Hesse und China : Darstellung, Materialien und Interpretation. (Frankfurt a.M. : Suhrkamp, 1974). [2nd enl. ed. (1981) ; 3rd ed., with an add. chapter (2002)]. S. S. 114 Publication / Hes2