1997

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Jahr

1997

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Die Heinrich Heine-Forschung ist durch die Übersetzungen und Interpretationen von Zhang Yushu in China auf ein bisher nicht dagewesenes Niveau gekommen. Dank dieser Arbeit findet Heine jetzt einen grösseren Leserkreis und ist neben Goethe und Schiller der populärste deutsche Schriftsteller. Er versucht das entstellte Heine-Bild in China gründlich zu berichtigen.
In der Abhandlung Atta Troll und Heines Angst vor dem Kommunismus stellt Zhang ausdrücklich eine neue These auf : Nicht vor dem Kommunismus, der vielen hervorragenden Kämpfern für die Befreiung der Menschheit als Ideal vorschwebt, sondern vor der Tendenz der Gleichmacherei, die Marx und Engels in ihrem Manifest der Kommunisitischen Partei für reaktionär hielten, hat Heine Angst.
Dann betont Zhang die aktuelle Bedeutung von Heines Kritik an der Gleichmacherei anhand der Kulturrevolution in China, wo die Staatsmacht durch die Ultralinken missbraucht wurde und die genie- und kunstfeindliche Gleichmacherei als eine allmächtige Hauptideologie dominierte. Der missverstandene Heine ist für Zhang ein Schicksalsgenosse und Leidensgenosse seiner Dichterkollegen und der chinesischen Intelligenz.

Erwähnte Personen (2)

Themengebiete (2)

  • Literatur › Westen › Deutschland
  • Übersetzer

Dokumente (1)

Jahr Bibliografische Daten Typ / Abkürzung Verknüpfte Daten
2004
Zhao, Leilian. Gesellschaftskritik in Heines Lutezia : unter besonderer Berücksichtigung der chinesischen Heine-Rezeption. (Frankfurt a.M. : P. Lang, 2004). (Europäische Hochschulschriften ; Reihe 1.…
Zhao, Leilian. Gesellschaftskritik in Heines Lutezia : unter besonderer Berücksichtigung der chinesischen Heine-Rezeption. (Frankfurt a.M. : P. Lang, 2004). (Europäische Hochschulschriften ; Reihe 1. Deutsche Sprache und Literatur ; Bd. 1883).
S. S. 171-175
Publication / ZhaL1